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ABSURD MINDS - Noumenon

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Artist ABSURD MINDS
Title Noumenon
Homepage ABSURD MINDS
Label SCANNER/ DARK DIMENSIONS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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7.8/10 (4 Bewertungen)

Nach gut 2 Jahren kehrt das Dresdner Trio ABSURD MINDS auf die elektronische Veröffentlichungsfläche zurück und wirft das mittlerweile schon vierte Album in die hungrige Meute. Ursprünglich als PITCHFORK Klon verschrien hat man sich mittlerweile längst freigeschwommen und eine eigene, nicht unbeträchtliche Fanbase entwickelt. In der Zwischenzeit glänzte man vor allem auch mit Remixen wie aktuell auf der „Odyssey:13“-EP der Freunde [:SITD:]. Die Normalversion, welche zum „Crash Price“ angeboten werden soll (was immer auch dieser Anglizismus genau bedeutet), enthält 14 Tracks bei löblichen gut 54 Minuten Spielzeit.

Dabei bleibt man der bisherigen Linie im wesentlichen treu, ohne kompositorisch zu stagnieren. Eine genaue Klassifizierung ist gar nicht so einfach: Für Future Pop zu songorientiert, für Synthie Pop zu treibend, für Dark Electro/ EBM zu poppig. Eigentlich eine gute Sache, wenn man in keine Schublade passt und lieber kreuz und quer durch die Elektroniklandschaft „hüpft“. Besonderes Augenmerk liegt natürlich auf den pumpenden Bässen und der überaus prägnanten Stimme des Herren Grossmann, der auch für das eigenwillig-interessante Cover verantwortlich zeichnet. Die Gesangslinien sind sehr interessant aufgebaut, viele verschiedene Motive, kräftige Wechsel und stark in den Vordergrund gemixt. Dabei hat man teilweise das Gefühl, hier einer Gothic Rock Combo zu lauschen, welche die Gitarren zuhause gelassen hat. Obwohl nicht gänzlich, denn bei 2 Tracks wird sogar geklampft, wie bei der Neufassung des bekannten „A man received the answer“, welches getragen wavig daherkommt. Wahrscheinlich ist es gerade dieser Wave/ Gothic Faktor, der die Absurden vor stumpfer Bum Bum Ideologie bewahrt. Lediglich eine gewisse Ähnlichkeit der ansonsten auf durchweg hohem Niveau angesiedelten Stücke ist nicht von der Hand zu weisen, auch wenn man die Geschwindigkeit im Vergleich zu früher etwas mehr variiert. „Where Words fail“ ganz zum Schluss ist dem Namen entsprechend ein Instrumental und sorgt für einen besinnlich-sphärischen Abschluss.

Ein weiterer Schritt nach oben auf der Erfolgsleiter für die Ostdeutschen, gar keine Frage, man könnte aber ruhig noch mehr auf die Muttersprache zurückgreifen wie bei den Strophen des Openers „Gedanken-Reich“, was eine interessante Variation darstellt. Ansonsten weitestgehend spannend, tanzbar und dabei niemals zu simpel. Es existiert zusätzlich noch eine auf 2000 Stück limitierte Version mit Bonus CD (5 Tracks), und wer richtig zuschlagen will, kann mit „Revived“ – erschienen auf Cop Int – auch noch eine aktuelle Raritätenschau erwerben.

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