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ACCID REIGN - Awaken

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Artist ACCID REIGN
Title Awaken
Homepage ACCID REIGN
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
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7.5/10 (11 Bewertungen)

Also erstmal darf der Kultmetaller in einem nicht auf den Trichter kommen, es hier mit einer neuen Scheiblette der kultigen UK-Thrasher ACID REIGN tun zu haben! Er könnte sich schwer erschrecken, denn die Hamburger Combo zockt Gothic Metal der größtenteils ruhigeren Sorte und schreibt sich mit 2 C zudem. Vorneweg erneut Hut ab vor der absolut professionellen Gestaltung der CD! Halbgare CDs kann man halt heutzutage nicht mehr verticken, schon gar nicht im Underground. Aufgenommen, gemixt und gemastered wurde „Awaken“ von Gitarrist Christian Jungebluth in den eigenen Youngbloodstudios! Job done, Mann! Selten bei einer Eigenproduktion einen dermaßen guten Sound vernommen, glasklar und fett zudem.

Musikalisch erinnert man in den metallischeren Passagen manchmal etwas an CREMATORY, von denen man sich aber allein wegen des weiblichen Gesangs abhebt. OK, alle anderen gothisch agierenden Kapellen könnten auch ein wenig zum Vergleich herangezogen werden. Doch damit wird man dem recht vielschichtigen Sound von ACCID REIGN nicht gerecht. Das beweist schon der fett rockende Opener „Feeling“, der neben schöner Piano/ Key-Untermalung auch ein geiles Leadriff aufweist und am Ende eher ruhig ausklingt. Progressiver Gothic Metal? Dieser Brett/ ruhig-Wechsel zieht sich durch die ganze Scheibe. Ebenso, wie die geilen Melodien der Griffbrettmeister Christian und Paul, die aber zwischendurch auch immer mal sehr gefühlvoll agieren („Lie“). Die feinen Vocals von Fronterin Tony scheinen leider auf einer Tonlage festgewachsen zu sein. Lediglich bei den balladesken Tracks „In my Eyes“, „Forgive Me“ und „Why“ singt sie etwas tiefer gelegt. Was ja aber nichts über die Qualität an sich aussagt, die ist nämlich im oberen Drittel der Chanteusen anzusiedeln! Wobei rein optisch anzumerken ist, dass sie angenehmerweise mal NICHT auf Gothic-Trulla getrimmt ist (der Rest der Band auch nicht)! Ein etwas bombastischer angelegter Titel wie „Trust in You“ erinnert rein musikalisch an eben jene Szene und weist Christian erneut als geilen Gitarristen aus, der auch im Solo-Bereich schwer punkten kann. Zu eben jenem Song gibt es auch ein Video auf der CD, was nicht verwundert, ist er doch der beste Track auf der Scheibe. Ungewöhnlich allerdings, das er erst an 9.Stelle auftaucht! Auch das mit Doublebass ausstaffierte „In the Dark“ zeigt, das ACCID REIGN am Ende der 45 Minuten mitnichten die Puste ausgeht!

Ein klasse Undergroundwerk für die entsprechende Zielgruppe. Müsste mit dem Teufel zugehen, wenn da nicht ganz fix mal ein Label zugreift…

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