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ADAM ANGST - Neintology

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Artist ADAM ANGST
Title Neintology
Homepage ADAM ANGST
Label GRAND HOTEL VAN CLEEF
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

2015 debütierten ADAM ANGST mit ihrem hochgelobten und selbst betitelten Erstling. Jetzt legen Fronter Felix Schönfuss (ESCAPADO, FRAU POTZ) und seine Mannen mit frischem Studio-Output nach und präsentieren ihren Fans „Neintology“.

Serviert bekommt der geneigte Hörer abermals knackigen Punkrock, wobei der Song „Punk“ vermittels simpler Akkordfolge und klischeehafter Ohoho-Gesänge zur musikalischen Persiflage gerät. Im Folgenden widmen sich ADAM ANGST den möglichen Tücken der Technik („Alexa“),  Außerirdischen nahe Wuppertal („Immer noch“), dem Fremdschämfaktor von Deutschen im Urlaub („Alle sprechen deutsch“), Depressionen („Damit ich schlafen kann“ – in ungewöhnlich ernsten Tönen) und begeben sich in „Kriegsgebiet“ (andere nennen diesen Bereich Fußgängerzone). Das „Alphatier“ kämpft mit den Geschlechterrollen, „D.I.N.N.“ ( für „Dich immer Nazi nennen“) entlarvt den Nazi in Schlips und Kragen, um sich schließlich in „Physik“ zu üben (meine Lieblingszeile: „Hättest du mal nicht so viel Scheiß gepostet“).

Das Ganze kommt musikalisch abwechslungsreich und sehr dynamisch daher. Felix‘ markante Stimme ergänzt diesen druckvoll-brachialen Mix hervorragend und so steht einem hochenergetischem Live-Gig garantiert nichts im Weg. Aber auch für den Hausgebrauch taugen die zehn Songs (plus geradezu sakralem Intro „Der Beginn von etwas ganz Großem“), auch wenn „Neintology“ jetzt vielleicht nicht ganz so überwältigend ist, wie dieser erste Titel vermitteln möchte. Aber eine krachende Punk-Platte, die auch zu akzentuieren weiß und hörenswerte Texte mitbringt, ist ja nun wahrlich nicht das schlechteste und damit können ADAM ANGST allemal dienen.

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