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ADDICTION CREW - Lethal

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Artist ADDICTION CREW
Title Lethal
Homepage ADDICTION CREW
Label SPV
Leserbewertung
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3.0/10 (1 Bewertungen)

ADDICTION CREW stammen aus Italien und wissen eine hübsche Frontfrau in ihren Reihen, weshalb man zwangsläufig an LACUNA COIL denkt. Leider haben ADDICTION CREW ansonsten nichts mit dem italienischen Aushängeschild um Christina Scabbia gemein, da sie weder so anspruchsvolle Lieder schreiben, noch ihre Sängerin Marta Innocenti es mit der Ausnahmesängerin der Mailänder aufnehmen kann. Dass ADDICTION CREW große Ambitionen haben, kann man schon an ihrem Outfit und der Fokussierung auf die attraktive Dame (man muss sich nur mal ihre MySpace-Seite ansehen) erkennen. Ob sie ihre Ansprüche auch jemals in die Tat umsetzen können, wage ich aufgrund der fehlenden Qualität auf ihrem Drittwerk zu bezweifeln.

Die Musik auf „Lethal“ klingt völlig uninspiriert, zusammengeschustert und austauschbar. Manchmal blitzen songschreiberische Qualitäten hervor, werden dann aber durch eher langweilige Parts oder unnötige Wiederholungen zunichte gemacht. So auch bei „Target“, nach dem Intro das erste richtige Lied des Silberlings. Hier starten ADDICTION CREW mit einem sehr fetten Riff und einer eingängigen Gesangslinie, zerstören das Lied aber damit, dass sie das Riff in abgeänderter Form total in den Hintergrund mischen und die gelungenen Vocals so oft wiederholen, dass man sie nicht mehr hören mag. Diese Vorgehensweise wiederholt sich bei beinahe jedem Song. Die Südländer starten mit einem Riff bzw. einer Idee, die hoffen lässt, machen sie dann aber immer wieder durch sehr uninspirierte Passagen kaputt. Den Gesang der 1996 gegründeten Combo teilen sich die bereits mehrfach erwähnte Marta Innocenti und der Gitarrist der Band, Alex Guadagnoli. Leider kann weder die Stimme des singenden Gitarristen, noch die der Sängerin wirklich überzeugen. Marta besitzt für mich keinen hohen Wiedererkennungswert und nervt auf Dauer eher, als das man ihn gerne lauscht. Einzig bei der Halbballade „Hangin’ In The Air“, wo Frau Innocenti mal nicht schreit, scheint ein nicht gänzlich abzusprechendes Talent durch. Bei den beiden letzten Tracks „To The Core“ und „Surrounded“ fängt der Herr dann auch noch an zu rappen, was dem Ganzen für mich irgendwie die „Krone“ aufsetzt. Denn grade das abschließende „Surrounded“ beginnt vielversprechend mit einem eingängigen coolen Riff, wird dann aber unter anderem durch die Rappeinlagen total verschandelt.

Wen ADDICTION CREW genau ansprechen wollen, erschließt sich mir auch nicht so ganz, da sie in den unterschiedlichsten Gewässern fischen, indem sie versuchen, diverse Musikrichtungen in einem Song zu vereinen. Da wird nun also gerappt, ein wenig gegrunzt und normal gesungen. Die einzigen Lieder, die man sich ohne große Bauchschmerzen noch am ehesten anhören kann, sind für mich „Along The Way“ und „Target“. Irgendwie kommen einem die überzeugenden Parts allerdings dann auch noch bekannt vor, weshalb ich abschließend leider sagen muss, dass ich leider keine Empfehlung für die ADDICTION CREW aussprechen kann.

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