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ADMIRAL FALLOW - Tiny Rewards

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Artist ADMIRAL FALLOW
Title Tiny Rewards
Homepage ADMIRAL FALLOW
Label NETTWERK
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10.0/10 (1 Bewertungen)

ADMIRAL FALLOW haben sich bereits 2007 zusammengefunden. Es handelt sich hierbei um eine Gruppe Glasgower Musikstudenten und Freunde: Louis Abbott (Gesang & Gitarre) und Phil Hauge (Drums, Percussion & Vocals) aus Edinburgh, Bassist Joe Rattray aus Dundee, Sängerin, Flötistin und Keyboarderin Sarah Hayes aus Northumberland und Klarinettist und Keyboarder Kevin Brolly, der einzige gebürtige Glasgower. 2011 veröffentlichten sie ihr gefeiertes Debüt „Boots Met My Face“ und 2012 folgte „Tree Bursts In Snow“. Nach zwei Indie-Folk-Alben gehen die Schotten mit „Tiny Rewards“ jetzt neue Wege und rücken die akustischen Instrumente dabei ein wenig in den Hintergrund.

Überhaupt war die Herangehensweise an die neuen Songs eine ganz andere als beim bisherigen Songwriting. Zuerst kamen musikalische Fragmente, bestimmte Sounds oder Stimmungen, die von der gesamten Band über die Jahre 2013 und 2014 zu vollständigen Liedern weiterentwickelt wurden. Ganz zum Schluss, nachdem die Tracks Formen angenommen hatten, kamen die Texte von Louis Abbott hinzu. Es hat sich gelohnt, dass sich das Quintett so viel Zeit genommen hat, denn das Ergebnis kann sich wirklich hören lassen. Beginnen wir mit dem vielschichtigen, abwechslungsreichen Opener „Easy As Breathing“, der gefolgt wird von der ersten Single „Evangeline“, die in der Basis Teil eines Soundtracks für einen Film ist, in dem ein Junge eine Geburtstagskarte bastelt. Das verspielte „Happened In The Fall“ ist eines von vier Stücken auf dem Silberling, das davon bestimmt ist, mit dem Musikmachen sein Geld zu verdienen. Währenddessen handelt das flirrende „Good Luck“ vom schlechten Zustand, in dem wir die Welt der nächsten Generation hinterlassen. Mit viel Rhythmusgefühl und Wärme übernimmt „Holding The Strings“, ehe das lakonische „Sunday“ einen verkaterten Fremden beim Nachhausewanken beobachtet und „Building As Foreign“ und auch „Salt“ mit zarten Melodien und gemischtgeschlechtlichem Zwiegesang gefallen. Entzückt trällernd und mit einer guten Portion Drive schließt sich „Some Kind of Life“ an, während „Liquor And Milk“ ein wenig zurückgenommen und mitsamt eines Dulcitones (ein schottisches Tasteninstrument) am Ende des Lebens darüber nachdenkt, was hätte sein können. „Carousel“ übernimmt gut gelaunt, wohingegen das finale „Seeds“ leise Töne anschlägt.

Dass beim dritten Streich die Keys (inklusive einer Reihe alter Synthesizer, Wurlitzern und einer Hammondorgel) die Richtung vorgeben, hat dem Ergebnis wahrlich nicht geschadet. Aus Sicht der beiden Vorgänger ist „Tiny Rewards“ möglicherweise musikalisch etwas kühn, aber definitiv nicht weniger hörenswert. Die zwölf Songs von ADMIRAL FALLOW verzaubern ihre Zuhörer und sind von einer fast schon fragilen Schönheit, die zu Herzen geht.

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