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ADORNED BROOD - Noor

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Artist ADORNED BROOD
Title Noor
Homepage ADORNED BROOD
Label BLACK BARDS
Leserbewertung
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Über 15 Jahre Bandgeschichte plus kontrovers von den Fans diskutierte Stilwechsel und Stilbrüche gehören genauso zur Band wie der wilde Mix aus Mittelalter und brachialem Metal. Viele Anhänger der ersten Stunde werden wohl gespannt sein, was ihre früheren Heroen nach dem „aus der Art geschlagenen“ Werk „Heldentat“ nun abliefern würden. Die Band stellte ja auch selbst schon fest, dass sie mit der letzten Scheibe wohl einige Stamm-Hörer verloren hat (wenn auch Einige dazu gewonnen).

Und um eines vorweg zu nehmen – es geht etwas „back to the roots“ mit einem Hauch Modernität. Am Besten könnte man wohl sagen „Alt trifft ein wenig Neu“. Schon nach dem Intro bläst „Storm“ recht brachial los und erinnert zuweilen an modernenm schnörkellosen Pagan mit ruhigen Passagen und einem schönen Gitarrensolo. Jedoch kommt die Ernüchterung schon beim nächsten Titel. Als die ersten Takte ertönten, dachte ich irgendwie an SUBWAY TO SALLYs „Minne“. Dieser Eindruck verschwand aber zum Glück mit dem Einsatz der E-Äxte. Dabei versucht der Song böse zu sein, kann sich aber einer gewissen Komik nicht erwehren. Klischeepassagen wie „viel Feind, viel Ehr“ werden unfreiwillig komisch. Nachfolgender Track „Sons of the Damned“ hingegen lässt wieder aufhorchen. Das Stück stürmt von Anfang an gut voran. Allerdings erinnert der Gesang eher an Nu Metal, als an die bandtypischen Klänge am Mikro. Dieser Eindruck wird dann durch die feminine Unterstützung noch verstärkt. Jedoch ist diese Komposition definitiv stark und überzeugend. Auch die folgenden Lieder wissen auf ihre Art zu gefallen. Melodie, Instrumentalisierung und der (unfreiwillige???) Humor der Songs sorgen für einen guten Wiedererkennungswert. Nur etwas hat mich zum Schluss doch irritiert: Warum musste der alte Sehmannsgassenhauer „Drunkel Sailer“ verschlimmbessert werden? Klar, inhaltlich passt er zum maritimen Stil des Albums – aber musikalisch kann ich dieser Melodie nichts abgewinnen. Klanglich kann man jedoch bei dieser CD keine Kritik zulassen. Der Sound ist wirklich gelungen und weiß mit einer gut verständlichen Darbietung am Mikro (soweit das bei dieser Art Gesang möglich ist) und mit druckvollen/ differenziert klingenden Instrumenten zu gefallen.

So ist zum Schluss doch wieder festzustellen, dass alle, die von „Heldentat“ enttäuscht waren, auch hier nicht viel Freude haben werden. Umgekehrt werden aber die neuen Fans hier ihren Spaß haben. Aber Stagnation heißt Rückschritt – und das kann man zumindest ADORNED BROOD nicht vorwerfen.

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