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ADVANCE BASE - Animal Companionship

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Artist ADVANCE BASE
Title Animal Companionship
Homepage ADVANCE BASE
Label RUN FOR COVER RECORDS
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Hinter ADVANCE BASE steckt der Musiker Owen Ashworth, der von 1997 bis 2010 Mastermind des Electronic-Pop-Projekts CASIOTONE FOR THE PAINFULLY ALONE war. Hörprobleme sorgten damals für das Aus und Mr. Ashworth begann, mit ADVANCE BASE leisere Musik zu machen. Zwei Studio- und ein Live-Album erschienen, ehe der Mann aus Chicago entschied, seinen Fokus auf sein eigenes Label Ordinal Records zu legen und die Musik anderer Künstler zu veröffentlichen. Irgendwann war es aber wieder an der Zeit, sich um eigene Songs zu kümmern und so ist „Animal Companionship“ entstanden.

Nun stehen trotz dieses Albumtitels und des Hundes auf dem Cover weiterhin die Menschen im Mittelpunkt der zehn Lo-Fi-Tracks. Auch wenn sich Owen nach eigenem Bekunden in den letzten Jahren intensiv mit den Haustieren seiner Freunde und deren Probleme beschäftigt hat. Ob in der Konsequenz das Lied „Your Dog“ entstanden ist, vermag ich nicht zu sagen. Wohl aber, dass es sich hier wie bei allen Tracks um eine sehr emotionale und gleichzeitig reduzierte Nummer handelt. Wobei ausgiebig mit der Instrumentierung gespielt wird! Etwa im Opener „True Love Death Dream“, der voller warmer Synthie-Texturen und üppiger Drum-Machine-Sounds steckt. Derweil verfügt mein Favorit „Dolores & Kimberly“ über eine wunderbare Pedal-Steel-Atmosphäre, während „Christmas In Nightmare City“ von dezenten Klavier-Arpeggios veredelt wird und „You & Me & The Moon“ zwischen all dieser bittersüßen Melancholie mit sanftem Schwung gute Laune verbreitet. Wie ein schwermütiger Leierkasten klingt im Anschluss das sehnsüchtige „Walt’s Fantasy“, ehe es dem erhabenen „Rabbits“ gelingt, Synthesizer, E-Piano und Drum-Computer zu einem fast schon hypnotischen Ganzen zu verbinden. Im Vergleich dazu wirkt „Same Dream“ regelrecht unaufgeregt, was das Stück aber keinesfalls herabwertet. Derweil scheint mit „Care“ eine imaginäre Landschaft an einem ebenso imaginären Fenster im Verlauf einer Auto- oder Zugfahrt vorbeizuziehen, bevor „Answering Machine“ ein letztes Mal die Gedanken auf Wanderschaft schickt.

Owen Ashworth aka ADVANCE BASE sagte im Zusammenhang mit „Animal Companionship“, dass es für ihn immer schon eine therapeutische Wirkung gehabt habe, Musik zu machen. Der Prozess des Songwritings komme Meditation schon am nächsten. Eine gewisse meditative Grundstimmung ist tatsächlich in seinen Songs zu hören. Die Lieder laden zum Entspannen und Runterkommen ein, gehen zugleich zu Herzen und bleiben im Ohr.

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