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AELDABORN - Fountain of darkened fires

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Artist AELDABORN
Title Fountain of darkened fires
Homepage AELDABORN
Label DEGGIAL RECORDS/ EDITION ROTER DRACHE
Leserbewertung
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6.8/10 (11 Bewertungen)

Lange haben sie für ihr Langspieldebüt gebraucht, doch was lange währt… ist bekanntlich eine sinnfreie Floskel. Die Rede ist von AELDABORN aus dem Ruhrgebiet, die man irgendwie immer auf dem Schirm hat, wenn es um guten deutschen Neofolk geht. Einmal kreuzten sich die Wege von Band und Rezensent, 2007 beim Black Easter Festival im „legendären“ Übach-Palenberg. Leider mussten AELDABORN kurzfristig absagen und nur ein paar ihrer Musiker mischten sich unters Volk. So etwa Dirk T. Klein, der mit seiner Formation ECHO WEST nicht gerade vollkommen unbekannt ist. Insgesamt 6 Mann plus 1 Frau-stark ist die Combo, darunter auch Axel Burgard von THE HOUSE OF USHER und andere interessante Szenefiguren. Das Mastering übernahm der umtriebige Axel Frank, die äusseren Parameter standen also allesamt auf gelungen.

Und der aufrechte Hörer wird nicht enttäuscht, 15 Tracks bieten die Westdeutschen ausgereiften Neo bzw. Dark Folk, der insbesondere in Sachen Abwechslung punkten kann. Schon praktisch, wenn sich gleich 5 Protagonisten abwechselnd den Gesang teilen, von zart (insbesondere die Dame Philomela) bis hart ist das gesamte Spektrum vertreten. So wird bei „Noch brennen die uralten Feuer“ und dem Heine Abi-Klassiker „Wir weben“ voller Inbrunst und Aggressivität intoniert (STURMPERCHT blitzen hier als Vergleich auf). Ein schöner Kontrast zu eher zarten, akustisch gehaltenen Stücken. Mich begeistert auch der Einsatz einer Violine („The Descent of Odin“, „Naos“), die mit ihrer folkigen Spielweise gar hier und da an LEVELLERS und Co. erinnert. Typische, martialisch angehauchte Percussions sorgen zudem für ein solides Sound-Fundament. Musikalische Gäste wie etwa Frater Eremor (NEW RAGE PROJECT) erweitern den Klangkosmos dieser Platte um weitere Nuancen, so dass erst gar kein Fremdschämfaktor aufkommen kann, der diesem Genre oftmals inhärent ist.

5 Lieder finden sich übrigens ebenso auf den beiden in Eigenregie verlegten EPs „The Serpent Drum“ (2004) und „Culture of darkened Fires“aus dem Jahre 2003, an das man auch im Titel anschliesst. Diese wurden allerdings neu arrangiert und aufgenommen. Kurzum: Für alle Anhänger traditionellen Neofolks unbedingt zu empfehlen, als Label fungiert hierbei die „Edition Roter Drache“, eigentlich ein Fachverlag für okkulte und akademische Literatur. Ganz unzutreffend sind diese beiden Adjektive auch nicht…

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