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AEON SPOKE - s/t

VN:F [1.9.22_1171]
Artist AEON SPOKE
Title s/t
Homepage AEON SPOKE
Label SPV
Leserbewertung
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AEON SPOKE sind mal wieder so eine Band, deren Name schon über den Sound Auskunft gibt. Das ist eingängiger, melodischer Rock mit sphärischen Ausflügen hinein in melancholische Gitarrenstimmungen und ein paar folkigen Einsprengseln.

„Cavalry of Woe“s scheinbar simpel gestricktes Geflecht wird schnell zur erhabenen Seidenstickerei feinster filigran ineinander übergehender Rockinstrumente. Diese feinen Melodien durchziehen auch den Rest des Albums, immer wieder angespornt von ausbrechenden E-Gitarrenchords verliert keiner der zehn Songs an Eingängigkeit. Die bedrückende Stimmung verstärkt das Textwerk, welches sich emotional tief windet, dabei aber nicht nur menschliche Abgründe sondern auch die größte Schwäche des Albums offenbart. Paul Masvidals Gesang ist sehr hell, aber wenig klangstark. In den rockend instrumentierten Refrains wird dies zum Dolchstoss. Während softe Balladen wie das warmherzige „Nothing“ ohne diese Stimme gar nicht funktionieren würden, lässt Masvidal allerdings bei den härteren Parts Emotionen missen.

So verkümmert „Pablo at the park“ zur Trauer ohne Tragödie und „Yellowman“ zum Drama ohne Gefühle – ein gewichtiger Stein, der die sonst so stimmige, leicht fließend sphärische Musik von AEON SPOKE nur unnötig am Boden hält.

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