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AGNOSTIC FRONT - The American Dream Died

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Artist AGNOSTIC FRONT
Title The American Dream Died
Homepage AGNOSTIC FRONT
Label NUCLEAR BLAST
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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5.0/10 (1 Bewertungen)

Musikalisch lassen AGNOSTIC FRONT auch bei ihrer neuen Scheibe nichts anbrennen. Die Mischung aus Hardcore, (Street-)Punk und Metal-Elementen im ureigenen „AF-Stil“ ist unverkennbar. Die größtenteils wütenden Songs gehen oftmals gut ins Ohr, treffen den Nerv der Fangemeinde und bieten Futter für jeden guten Moshpit. Der Titel des Albums „The American Dream Died“ ist gleichzeitig auch das Thema der einzelnen Songs. So wird hier tatsächlich ein homogenes Album präsentiert, welches nicht nur eine bloße Sammlung einzelner Stücke darstellt.

Die Texte pendeln sich allerdings fast durchgängig auf einem derart unkreativen Niveau ein, dass man es schon fast ironisch verstehen könnte. Titel wie „Police Violence“, „Never Walk Alone“, „Enough is Enough“, „No War Fuck You“ oder „Attack!“ strotzen nur so vor Klischees. Alleine beim Lesen der Titel hat man das Gefühl, dass in diesem Album das komplette „Manifest“ aus dem Punk- und Hardcore-Bereich verarbeitet werden soll. Von wegen „wir hassen die Polizei, stehen als eine Bewegung zusammen, lassen uns nicht alles bieten, scheissen auf Krieg und sind jederzeit bereit zur Attacke!“. So weit – so schlecht und vor allem so uninspiriert und langweilig! Zugegeben: All diese Titel passen zum Albumtitel und dessen Thema und befüttern die subjektive Aussage „The American Dream Died“.

Musikalisch gefallen mir persönlich vor allem die Streetpunk-Nummern „Never Walk Alone“, „Old New York“ sowie „Just Like Yesterday“ ganz gut. Auch wenn hier inhaltlich ebenfalls wenig Innovation erkennbar ist, sind es diese Songs, die bei mir am meisten hängen geblieben sind, da sie sich musikalisch einfach abheben. Für die Hardcore-Pioniere dürften hingegen der Titeltrack (vor allem im Zusammenhang mit dem geilen Intro) und der Song „Police Violence“ ein echtes Brett sein! Das, was in den meisten der insgesamt 16 Tracks zu hören ist, ist hingegen so vorhersehbar wie der Tagesablauf in „Nur täglich grüßt das Murmeltier“. Neben der Abarbeitung bereits erwähnter Plattitüden wird auch musikalisch nichts geboten, was man so nicht auch gewohnt ist oder gar erwartet hat. Schön für die Hardcore-Fans (Achtung: „Teekesselchen“!), die Weiterentwicklungen kritisch sehen und es lieben, wenn „MOTÖRHEAD-like“ schon vorher Verlass darauf ist, das der Sound linientreu bleibt. Die werden diesen Longplayer vielleicht wirklich als Manifest feiern und die Texte aus voller Kehle herausbrüllen.

Ich hingegen tue mich arg schwer damit, „The American Dream Died“ tatsächlich ernst zu nehmen und zu würdigen. Könnten wir die Uhren 20 Jahre zurückdrehen, hätte die Scheibe das Potential zum Meilenstein. Im Jahr 2015 hingegen wirkt sie wie eine Kopie aller bereits dagewesenen Phrasen und Sounds aus dem Punk- und Hardcore-Bereich. Ich mag mir vorstellen, dass viele Fans genau das zu würdigen wissen – ich aber bin relativ enttäuscht.

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