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AHNST ANDERS - Home

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Artist AHNST ANDERS
Title Home
Homepage AHNST ANDERS
Label ANT-ZEN
Leserbewertung
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7.0/10 (3 Bewertungen)

„Wir werden den ganzen Tag von so vielen Sounds beschallt, die störend wirken, warum mit diesen Sounds nicht was Interessantes anstellen…?“ Gesagt, getan. Und so entschied sich der ehemalige DJ elektronischer Musik Henrik Erichsen alias AHNST ANDERS für den Wechsel von den Plattenspielern zu Klangerzeugern, um in Zukunft als Live-Künstler eigene Kollagen aus Geräuschen, organischen Klängen und elektronischer Musik zu präsentieren. Aber auch die akustische Untermalung von Kunstausstellungen und Klanginstallationen haben inzwischen sein Interesse geweckt.

Sein Debüt-Album präsentierte er im Jahre 2007 mit „Dialog“, erschienen auf dem Aachener Label Pflichtkauf. Weitere Veröffentlichungen und der Wechsel zu Ant-Zen folgten. Jetzt erscheint das neueste Werk „Home“, inspiriert durch den Umzug nach Berlin. Von welcher Heimat die Rede ist, bleibt ungeklärt. Aber wer mit älteren Werken von AHNST ANDERS vertraut ist, wird hier stilistisch wieder fündig. Als Opener dient ein mit extrem verzerrter Stimme unterlegter Dark Ambient-Stück der finsteren Sorte. Doch gleich beim nächsten Titel setzen fette Bässe ein und eine Mischung aus Dubstep, Techno, Minimal und Breakbeats folgt im weiteren Verlauf der Tracklist. Dazwischen finden sich immer wieder Ambientflächen und gesampelte Geräusche. AHNST ANDERS formt daraus eine abwechslungsreiche und sehr hörenswerte Soundkulisse. Die Songs klingen vorwiegend düster, aber auch „freundlichere“ Passagen finden sich auf dem Album. Dabei versteht sich „Home“ aber sicherlich als Einheit, erst so entfaltet sich das Werk. Einzelne Tracks stechen nur unwesentlich hervor.

Irgendwie typischer Ant-Zen-Sound, aber irgendwie dann auch doch nicht. Für Fans experimenteller, elektronischer Musik à la APHEX TWIN ist AHNST ANDERS auf jeden Fall eine Bereicherung. Aber auch wer generell auf Musik aus der Steckdose steht, sollte sich „Home“ einmal zu Gemüte führen. Die Musik hier ist jedenfalls nichts für die Tanzfläche, sondern eher etwas für zu Hause (der Titel lässt grüßen).

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