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AIDEN - Conviction

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Artist AIDEN
Title Conviction
Homepage AIDEN
Label VICTORY RECORDS
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Die 5 Kajalkönige sind zurück und präsentieren uns ihr drittes Vollzeitalbum, nicht zu vergessen die EP „Rain in Hell“ aus dem Vorjahr. Nach einer Support Tour für BULLET FOR MY VALENTINE sind die Jungs auch hierzulande mehr als ein Geheimtipp, in den Staaten sind sie gar auf dem Sprung zu richtig hohen Weihen (insgesamt bislang 175.000 verkaufte Platten). Am Cover soll’s nicht liegen, wie auch bei „Nightmare Anatomy“ aus dem Jahre 2005 ein bizarres, durchaus ansprechend gestaltetes Motiv. Musikalisch frönt man ja nach eigener Aussage dem Horror Rock, darunter würde ich nun aber etwas ganz anderes verstehen. Vielmehr kreuzt man Emocore mit 80er Elementen, eine gewisse Vorliebe für BOWIE, THE CURE usw. ist nicht zu überhören, wobei die typischen MY CHEMICAL ROMANCE-artigen Gesangspassagen dominieren.

Die beinahe klassisch zu nennende TEENAGE ANGST-Lyrik wird gekleidet in äußerst eingängige, zumeist recht flotte Kompositionen, mit mehrstimmigem Choral-Gesang und den typischen aahhhaaaa und ooohhhooo Background-Chören. Hört sich alles sehr nett und geschliffen an, allerdings nicht gerade innovativ und tiefgründig. Live wird die adoleszente Zielgruppe dazu trefflichst abgehen, meiner einer kann das Ganze immerhin ohne Reue genießen, wenn man die Vorbilder mal einen Moment aus den Augen verliert. „One Love“ erinnert stark an typische CURE-Bassfundamente, „Moment“ enthält mit „I feel alive“ eine nette Reminiszenz an P.O.D. und die Gesänge am Ende von „Darkness“ kommen einem auch reichlich bekannt vor. Man sollte öfters etwas härter zu Werke gehen wie bei „Son of Lies“, wo auch mal anständig geshoutet wird. Ansonsten greift man eher zu Pathos und Piano, um den pubertierenden Hörern ganz viel Beistand in ihrem ach so schweren Leben zu bieten. Gibt aber Schlimmeres.

Eine mehr als typische moderne „Emo“-Punk/ Core Truppe, die in ihrem Metier nur wenig Porzellan zerschlägt und abgesehen vom affigen Aussehen immerhin bemüht ist, Artfremdes in den Sound zu integrieren. Gefällig – nicht mehr und nicht weniger.

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