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AIRBOURNE - Runnin’ Wild

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Artist AIRBOURNE
Title Runnin’ Wild
Homepage AIRBOURNE
Label ROADRUNNER RECORDS
Leserbewertung
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9.4/10 (5 Bewertungen)

Aus dem sonnigen Melbourne/ Australien haben sich diese vier langhaarigen Zausel auf den Weg gemacht, um den geliebten Rock’N’Roll auch hierzulande zu zelebrieren. Dies tun sie mit ihrem Debüt „Runnin’ Wild“, das gleichzeitig auch Programm für die Brüder Joel (voc./guit.) und Ryan O’Keefe (dr.) sowie deren Kumpel David Roads (guit.) und Justin Street (bass) ist. Aufgewachsen in einem kleinen australischen Nest, waren für Joel schon im zarten Alter von neun Jahren Bands wie ROSE TATTOO und AC DC die Größten, dem konnte sich auch der kleine Bruder Ryan irgendwann nicht mehr entziehen und sehr zum Leidwesen der Nachbarn starteten sie ausdauernde Proben mit Gitarre und Schlagzeug, zu denen regelmäßig auch die Polizei kam, um für Ruhe zu sorgen.

Inzwischen durften AIRBOURNE bereits die STONES, MÖTLEY CRÜE und JIMMY BARNES supporten. Die kleinstädtische Heimat haben die Herren längst hinter sich gelassen und für die Aufnahmen von „Runnin’ Wild“ ging es gar in die Staaten, um mit Producer Bob Marlette (OZZY OSBOURNE, BLACK SABBATH) zusammenzuarbeiten und die ausgewählten elf von 40 Songs von Andy Wallace (GUNS’N’ROSES, NIRVANA, SLIPKNOT, LINKIN PARK) abmischen zu lassen. Das Ergebnis ist knochentrockener, kompromissloser Rock’N’Roll in guter alter AC DC-Tradition. Wer hier etwas bahnbrechend Neues erwartet, kann nur enttäuscht werden. Stattdessen wird auf Bewährtes gesetzt: Whiskey- und kippengeschwängerte Reibeisenvocals in Kombination mit haushohen Gitarrenwänden und einer unerbittlichen Rhythmusfraktion. Entsprechend heißt es beim Opener „Stand Up For Rock’N’Roll“ und dem sollte man sich auch nicht entziehen, sondern sich dem „Runnin’ Wild“ anschließen, dann wird es kaum ein „Too Much, Too Young, Too Fast“ geben. Auf Feinschliff verzichtet auch „Diamond In The Rough“, vielmehr walzt sich eine musikalische Dampfwalze durch die Gehörgänge und „Fat City“. Ob „Blackjack“ ein schnelles Spiel ist, kann ich nicht wirklich beurteilen, bei AIRBOUNRE verbirgt sich hinter diesem Titel auf jeden Fall ein temporeicher Song, während „What’s Eatin’ You“ eher an ein gemütliches, aber sehr gehaltvolles Picknick mit allerlei Spezereien erinnert. Die „Girls In Black“ geben wieder richtig Gas, „Cheap Wine & Cheaper Women“ tut ihr Übriges, eine knisternde Atmosphäre aufzubauen, bevor der „Heartbreaker“ in schneller Taktung sein Werk beginnt. Bleibt nur noch das „Hellfire“, in dem alle Jünger des Rock’N’Rolls mit Freuden schmoren werden.

AIRBOURNE haben ihre Lektion gelernt und müssen sich hinter ihren Lehrmeistern und Idolen nicht verstecken. „Runnin’ Wild“ ist im besten Sinne eine altmodische Platte ohne Schnörkel oder modische Accessoires. Die Jungs beschwören lieber die zeitlosen Götter des Rock’N’Rolls und sind von ihnen zweifellos erhört worden.

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