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AJATTARA - Kalmanto

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Artist AJATTARA
Title Kalmanto
Homepage AJATTARA
Label SPINEFARM
Leserbewertung
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5.5/10 (2 Bewertungen)

AJATTARA bestehen nun schon seit ein paar Jahren, als sich Pasi Koskinen damals bei AMORPHIS mit seinen Gesangspflichten wohl nicht ausgelastet fühlte. Bisher dümpelte die Band immer im Untergrund dank finnischer Texte und einem wenig massenkompatiblem Sound irgendwo zwischen Black und Dark Metal und das mittlerweile 5. Werk „Kalmanto“ wird hieran sicher nichts ändern. Eher im Gegenteil.

Bei Pasi schreit es geradezu nach Midlife Crisis. Nachdem die ständige wechselnde Besetzung mit dem letzten Album eigentlich mal etwas beständiger schien, schmiss er doch mal wieder seine ganze Band raus, rasierte sich einen Undercut (muss sowas mit Mitte 30 denn noch sein?) und spielte schlechte Shows, die jede alte Klasse vermissen ließen. Ähnlich sieht es mit „Kalmanto“ aus. Der Opener „Ilkitie“ ist eine reine Enttäuschung, dass das AJATTARA sein sollen, ist schwer zu glauben. Wo ist die Eiseskälte, die Atmosphäre, der tief schürfende Hass geblieben, der die Formation bis dato ausmachte? Zugegeben, nach Hass klingt Pasis Geschrei immer noch, aber ohne die Effekte, dir er auf den Vorgängern benutzt hat, fehlt da einfach was. Schwer zu glauben, aber wahr. Auch der nächste Track beeindruckt mich wenig, aber „Madot“ (Maden) und „Suruntuoja“ (frei: Trauerbringer) lassen dann wenigstens die alte Größe durchscheinen. Ansonsten gibt es aber nur zweitklassige Black’n’Roll-Stücke mit vielen Riffs und wenig Sinn und noch weniger Synthesizer-Klängen.

Negativer Höhepunkt ist „Naimalaulu“, in dem Einspielungen eines „Erwachsenenfilms“ ertönen. Stichwort „pubertär“ – alles klar? Danach erleuchtet „Alttarilla Aamutähden“ zwar noch einmal, aber insgesamt ist das Album nicht auch zuletzt wegen der gepfuschten Produktion ein Reinfall. Von der mageren Spielzeit von nicht einmal 40 Minuten ganz zu schweigen.

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