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AKERCOCKE - Words that go unspoken, Deeds that go undone

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Artist AKERCOCKE
Title Words that go unspoken, Deeds that go undone
Homepage AKERCOCKE
Label EARACHE
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Diese Engländer waren immer schon etwas anders. Einerseits tief im Black Metal verwurzelt, wagen sie es seit 1997 doch ihren eigenen Stil der Düsterkunst zu fabrizieren. So schnappt man sich feine Anzüge anstatt des üblichen Corpsepaints und ergänzt die von der Vorgänger-Band SALEM ORCHID übernommenen Schredderparts sowohl mit Death und Grind-Elementen als auch mit Gothic sowie Prog-Passagen.

Boten die technisch sehr versierten Musiker bislang aber eher eine unausgereifte Mischung aller Bestandteile, scheint man nun endlich den Schlüssel gefunden zu haben. Allen voran bemerkt man dies beim 10 Minuten-Monstrum „Shelter from the Sand“. Mit dem Song haben AKERCOCKE wohl ihr Meisterstück geschaffen. Fieses Black-Geballer mit übelstem Gekrächze, beschwörende Düster-Spoken Words, cleaner melancholischer Gesang mit Akustikparts unterlegt und jede Menge schon fast proggige Riffs. Alter Falter, das will man doch mal live erleben. Und auch sonst ist „Words…“ verdammt vielseitig ausgefallen. So kann man eigentlich keinen Song einer Richtung zuordnen, denn in jedem Track gibt es sowohl Black und Death-Raserei, Prog-Soli und böse-beschwörerische Passagen. Als eindrucksvolle Anspieltipps möchte ich an dieser Stelle neben dem schon erwähnten Song noch „Seduced“ und das Neo-folkige „Lex Talionis“ anführen. Abgemischt wurde das Teil wieder von niemand geringeren als Neil Kernon, welcher eine gewohnt solide, wenn auch nicht total umpustende Arbeit abgeliefert hat. Positiv möchte ich an dieser Stelle mal das Artwork erwähnen. AKERCOCKE ist eine der Bands, die voll und ganz zu ihrer satanistischen Einstellung stehen und diese in ihren Texten auch gerne mit sexuellen Anspielungen verbinden. Doch wo andere Combos das einfach nur plump auf dem Cover darstellen, haben die Engländer, wie auch mit ihrer Musik, eine eigene Art dies zu vermitteln.

Jetzt haben AKERCOCKE nur ein Problem. Viele Bands lösen sich auf, wenn sie ihr Meisterstück geschaffen haben, und ich kann mir nur schwer vorstellen, dass die Jungs diese Leistung hier noch werden toppen können. Ich lasse mich aber gerne eines besseren belehren…

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