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AL ATKINS - Demon Deceiver

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Artist AL ATKINS
Title Demon Deceiver
Homepage AL ATKINS
Label DIESEL & GLORY
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AL ATKINS? Werden sich jetzt viele fragen. Dabei zählt der Mann zu den absoluten Mitbegründern der Metal-Szene, denn er formierte die erste JUDAS PRIEST-Formation 1969! Zu der Zeit hatte er schon die Bühne mit Robert Plant, David Bowie, Rod Stewart oder Cat Stevens geteilt. Von dem ersten Priest-Line-Up war schon ein Jahr später außer Al keiner mehr über, 1973 verließ auch er die Band, um von einem gewissen Rob Halford ersetzt zu werden. Bis 1989 widmete er sich seinen Studios, erst dann erschien sein erstes Soloalbum „Judgement Day“. Der Priest-Kreis ließ ihn aber nie so ganz los. Das 3.Album erschien auf Priests erstem Label Gull-Records und 1998 nahm er für Neat Metal mit dem ehemaligen Priest-Drummer Dave Holland etliche Songs auf, die er ursprünglich mal für „seine“ Band geschrieben hatte. Titel: „Victim of Changes“!

Nun erscheint also sein 5.Soloalbum. Über 40 Jahre ist er mittlerweile im Geschäft! Wer nun aber denkt, dass die 10 vorliegenden Tracks altbacken oder angestaubt klingen, der wird gleich von dem knackigen Instrumental-Opener „Demon Deceiver“ überrascht. Nach schönem Zupfklampfen/ Spoken Word-Intro geht’s ordentlich zur Sache. Vielleicht mit den rockenden Songs eines JOE SATRIANI vergleichbar. ProgRock-Fans werden hieran auch ihren Gefallen finden und die Soli von Simon Lees (BUDGIE) sind Extraklasse! Weiterhin unterstützt ihn Brian Tatler (DIAMOND HEAD)! Dazu noch Pete Emms (VASELINE RATS) am Bass und Mick Hales (VR) an den fetten Drums. Das flott rollende „Money Talks“ offenbart Al als ein wenig nach Paul DiAnno klingend! „Blood, Demons and Whiskey“ ist sogar noch flotter geraten, die Produktion ist zwar nicht so richtig das gelbe vom Ei und kommt etwas verwaschen daher. Dafür knarzt es aber herrlich und vor allem das Schlagzeug bollert schön fett. Bei dem coolen Midtempogroover „Drown“ übernimmt Johnny Lokke einen Großteil der Vocals, klingt ein wenig nach Andy B. Franck (BRAINSTORM/ SYMPHORCE). Es wird im Mittelpart sogar richtig Doublebass-mäßig Gas gegeben! Insgesamt ist der Grundsound aber schon eher für Liebhaber klassischer alter Priest-Songs geeignet, was sich auch daran zeigt, dass er die von ihm mitverfassten Klassiker „Victim of Changes“ und „Dreamer Deceiver“ neu aufgenommen hat für diese Scheibe! Unterscheiden sich natürlich schon etwas von den hinlänglich bekannten Versionen, mehr Schmackes und geilere Soli. Mal abgesehen von dem eher Whiskey-getränkten Gesang. Auch das fixe „Bleeding“ oder das fett bratende „Cradle to the Grave“ können voll überzeugen. Lediglich der etwas schräge 7-minüter „God Help Me“ fällt etwas ab. Kann man bei 55 Minuten Spielzeit aber verschmerzen.

Höre ich mir lieber erneut an als den letzten JUDAS PRIEST-Langweiler! Hier sollten nicht nur Alt-Freaks reinhören, sondern auch Fans modernerer Prog/ Power/ Metal-Kapellen, denen der alte Herr Atkins und seine Freunde noch einiges vormachen!

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