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ALANNAH MYLES - Black Velvet

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Artist ALANNAH MYLES
Title Black Velvet
Homepage ALANNAH MYLES
Label ZYX MUSIC
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

1989 hatte Alannah Myles einen riesigen Hit mit “Black Velvet”, einem Titel ihres Debütalbums, das etliche Platinauszeichnungen über den gesamten Globus einheimste. So erfolgreich hatte vorher noch keine kanadische Sängerin ihre Karriere gestartet. Ein One-Hit-Wonder? In gewisser Weise schon, denn internationale Erfolge blieben in den folgenden Jahren aus. Obwohl man ihrer Musik immer mal wieder begegnen konnte, sei es im Kino oder in Kollaboration mit anderen Künstlern.

Nun will sie es erneut wissen und schickt 18 Jahre später eine neue Version von „Black Velvet“ in die Welt, gleichzeitig Opener und Titel ihres aktuellen Albums. Ihr Erstlingswerk habe ich seinerzeit rauf und runter gehört und erinnere mich daher noch gut an eine Power-Rock-Nummer, die mich einen schwarzen Panther assoziieren ließ. Die aktuelle Version hingegen ist eher eine Schmusekatze. Schwül-lasziv und eine Spur langsamer lässt „Black Velvet“ 2007 für meine Geschmack ein wenig Drive und Power vermissen. Das gilt auch für viele anderen Songs dieser Scheibe, die wie eine softig-weichgespülte Mischung aus SHANIA TWAIN und CHRISTINA AGUILERA klingen. Perfekt arrangiert und produziert, aber irgendwie ein bisschen „too much“. Das wird mir erst so richtig bewusst, als ich „Faces in the crowd“ höre, eine wundervolle Gitarren-Ballade, pur und direkt, so kommt Alannahs Stimme am besten zur Geltung und geht gleich wie in alten Zeiten unter die Haut. Wer so eine charismatische Stimme hat, der braucht nicht viel Schnick-Schnack drumherum. Das scheinen auch Christopher Ward und David Tyson zu wissen, aus deren Feder dieser Song stammt und die sich 1989 bereits für „Black Velvet“ verantwortlich zeichneten. „Prime of my life“ und „What is love“ zeigen noch Ansätze dunklen, kernigen, schmutzigen Rocks und „Leave it alone“ vermag einen in den Strophen voller Erotik zu umgarnen, während der Refrain dann leider ins allzu belanglose einschwenkt. Ansonsten vermag mich nur das countryeske Schlusslicht „Trouble“ voll zu überzeugen.

Und so ist mein Fazit zwiegespalten: Eine nach wie vor phantastische Stimme, nicht geschaffen, sich unterzuordnen. Wo sie dominieren darf, ist Gänsehaut garantiert, wo nicht, werden die Songs zur Massenware.

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