Band Filter

ALASKA - These Sacred Floors

VN:F [1.9.22_1171]
Artist ALASKA
Title These Sacred Floors
Label MARSH MARIGOLD RECORDS
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
9.2/10 (5 Bewertungen)

ALASKA sind Torben Schmieder (Gitarre & Gesang), Christoph Martens (Bass), Björn Steffens (Keyboards), Stephan Dublasky (Gitarre) und Schlagzeuger Pat Merick. Es gibt die Indie-Pop-Kapelle bereits seit 1994, nach einer EP in 1999 erschien 2005 das Debüt „Nouveau Liberty“, auf das jetzt „These Sacred Floors“ folgt. Der Fünfer lässt sich offensichtlich Zeit mit dem was er tut – schließlich will gut Ding ja auch Weile haben.

Auf dem Zettel haben die Altonaer zwölf Songs, die jede Menge Emotionen mitbringen und durchaus geeignet sind, doch noch mal den Sommer ins heimische Wohnzimmer zu holen – insbesondere wenn Petrus uns wie in diesem Jahr so kläglich im Stich lässt. So starten die Hanseaten mit dem warmen „Theme For A Summer Ending“ alles andere als unterkühlt und machen Lust auf mehr. Etwa auf den beschwingten „Time Freak“ oder das abwechslungsreiche „About Somersaults“, bei dem Bass und Keyboard im spannenden Dialog stehen. „The Boys Are Back In Town“ gefällt mit einem Himmel voller Streicher und treibendem Schlagwerk, ehe „Body Aches“ tiefenentspannt daherkommt. Verträumt-poetische Klänge offeriert derweil „Tomorrow’s Bithday“, bevor sich „A Lousy Night“ zunächst auf dezente Piano-Akkorde beschränkt, denen schließlich schwermütige E-Gitarren, Bläser und eine unaufgeregte Rhythmusfraktion zur Seite gestellt werden. „Sommer Ends“ birgt ähnlich Qualitäten, bringt jedoch mehr Drive mit. „Red Sleeping Beauty“ ist ein energiegeladenes Cover des gleichnamigen MCCARTHY-Klassikers und auch „King of The Class (revisited)“ zeigt sich nicht zuletzt dank Orgel schwungvoll. „Rooftop Judy“ übernimmt in diesem Sinne mit viel Herz und auch das abschließende „Stonerhead“ schlägt in dieselbe Kerbe.

Federleichter Pop und düstere Melancholie müssen kein Widerspruch sein, wie ALASKA mit „These Sacred Floors“ eindrucksvoll belegen. Dazu trägt nicht unwesentlich auch die spezielle, unverwechselbare Stimme von Torben Schmieder bei, der von den Kollegen an den weiteren Instrumenten hervorragend begleitet wird. Ein Blick auf Cover und Booklet verrät die Nostalgiker, die in ALASKA stecken – gleichzeitig sind sie mit der Sehnsucht und der Wehmut ihrer Songs aber auch absolut im Hier und Jetzt verankert.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Mehr zu ALASKA