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ALESTORM - Black Sails at Midnight

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Artist ALESTORM
Title Black Sails at Midnight
Homepage ALESTORM
Label NAPALM RECORDS
Leserbewertung
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5.5/10 (2 Bewertungen)

Nachdem sich die alten Piraten des Heavy Metal RUNNING WILD nun endgültig zur Ruhe setzen und SWASHBUCKLE nicht wirklich bedeutungsvoll sind, liegt es an ALESTORM, den „Heavy Metal Pirates Throne“ zu besteigen und die Headbangergemeinde mit fantastischer Musik und romantisch-verklärten Geschichten aus dem Freibeuterleben zu unterhalten.

„Black Sails At Midnight“ ist das dritte Album der schottischen Formation, die auch hier ihrer Linie treu bleibt. Gut so, denn ALESTORM machten bisher alles richtig, warum also großartige Neuerungen in den Bandsound einbringen? Nein, hier ist Stiltreue gefragt und Veränderungen sind eher minimalistisch und kosmetischer Natur. So fällt denn auf, dass Shouter Christopher Bowes noch mehr seinen kautzig klingenden, aber perfekt zur Musik passenden, schottischen Akzent einsetzt, der seinen rauen, versoffen klingenden Gesangstil perfekt ergänzt. Zudem wirken die Arrangements noch ein wenig feiner, ausgereifter und durchdachter. Zwar spielen die Piraten noch immer eher simpel gehaltenen Gute-Laune-Metal mit Ohrwurm-Garantie, der sich sofort im Ohr festsetzt und zum Trinken/ Tanzen einlädt und dessen geniale Chöre man einfach nicht mehr vergessen kann, aber die Songstrukturen wirken trotz ihrer Simplizität etwas komplexer. Klingt wie ein Widerspruch in sich – ist es aber nicht. Dominiert wird die Musik noch immer von opulenten Keyboards, folkigen Elementen und dem schon erwähnten Gesang des Frontmannes. Das alles treibt ALESTORM musikalisch ein wenig in die Nähe von KORPIKLAANI, wobei der Folkanteil der Schotten geringer ist und die Piraten insgesamt metallischer klingen. Auch Fans von ENSIFERUM werden sich beim Genuss von „Black Sails At Midnight“ sofort in vertrauten Gewässern wähnen… Man höre sich nur einmal den Song „Keelhauled“ an, der jede Party in Schwung bringt und einfach nur mitreißend geraten ist. Aber auch etwas melancholischer können die Jungs zu Werke gehen, wie eine getragene Nummer wie das darauf folgende „To The End Of Our Days“ unter Beweis stellt. Dennoch liegt die Stärke der Band definitiv darin, flotte Up-Tempo-Songs mit folkigem Grundgerüst und fröhlicher Grundstimmung zu schaffen.

„Black Sails at Midnight“ ist wieder ein komplett gelungenes Album geworden, welches keinen Fan der Band enttäuschen wird und bei dem das Zuhören einfach Spaß macht. Alle zehn Songs der CD sind erstklassige Partykracher und beherbergen keinen Ausfall. ALESTORM haben das Zeug dazu mit ihrem Scottish Pirate Metal ganz groß zu werden. Super!

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