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ALEX DIEHL - Bretter meiner Welt

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Artist ALEX DIEHL
Title Bretter meiner Welt
Homepage ALEX DIEHL
Label UNIVERSAL
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ALEX DIEHL kennen die meisten vermutlich durch seinen Song „Nur ein Lied“, den er aufgrund der Terroranschläge vom 13.11.2015 in Paris geschrieben hat. Das selbstgedrehte Facebook-Handy-Video dazu wurde innerhalb von 48 Stunden von 3,5 Millionen Menschen angeklickt – inzwischen sind es über acht Millionen, die sich das Filmchen angesehen haben. Außerdem wurde die Nummer mit dem Münchner Rundfunkorchester neu aufgenommen und beim deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest konnte der 28-jährige mit dem Titel einen zweiten Platz erreichen.

Keine Frage, dass der Track auch auf dem zweiten Album des gewichtigen Bayern vertreten – neben elf anderen Singer-Songwriter-Stücken, mit denen Alex seine Geradlinigkeit in Sachen Musik unterstreicht. Für das eindringlich-rockige „Ein Zeichen“ konnte der Mann, der als Zwölfjähriger seine erste Band gründete, zudem LAITH AL-DEEN gewinnen, dessen letztjährige Tour er im Vorprogramm begleitet hat. Apropos Support: es ist schon erstaunlich, für welchen Kapellen ALEX DIEHL bereits den Anheizer gemacht hat! VOLBEAT und HAUDEGEN hätte ich nicht unbedingt mit der soulgetränkten Handmade-Mucke dieses Musikverrückten in Verbindung gebracht. REVOLVERHELD und XAVIER NAIDOO passen da schon besser ins Bild, auch ANDREAS GABALIER dürfte zumindest über eine ähnliche Fan-Schnittmenge verfügen. Auf jeden Fall teilen sich die beiden den Wunsch, mit ihren Songs Emotionen zu transportieren und Gefühle gibt es auf „Bretter meiner Welt“ viele. Etwa die Liebesballade „Bitte werde nie ein Song“, die mitsamt Cello und Piano der großen Liebe, die nie enden soll, gewidmet ist. Derweil gedenkt die reduzierte, auf Tour geschriebene Klavier-Nummer „Silvester“ dem verstorbenen Freund David, während „Hör auf…!“ eine Aufforderung ist, dem eigenen Herzen zu folgen und natürlich darf auf der unvermeidliche Liebeskummer-Schmachter nicht fehlen (vgl. „Hurrikan“) und sogar ein Schlaflied („Lullaby“) hat der Pianomann, der sich u.a. auch auf Schlagzeug und Gitarre versteht, in petto.

Wie gesagt: In Sachen Emotionen macht ALEX DIEHL niemand etwas vor. Das Dutzend Lieder ist voll von ebenso schwermütigen wie kämpferischen Melodien und Texten. Schade nur, dass sie allesamt dem gleichen Muster folgen. Ein wenig mehr Abwechslung hätte dem Sound über die gesamte Albumlänge schon gut getan. Dann wären der bisweilen sehr ausgeprägte Pathos und die teilweise klischeehaften Lyrics sicher auch weniger ins Gewicht gefallen.

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