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ALEX THE ASTRONAUT - The Theory of Absolutely Nothing

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Artist ALEX THE ASTRONAUT
Title The Theory of Absolutely Nothing
Homepage ALEX THE ASTRONAUT
Label NETTWERK
Leserbewertung
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Anders als man es vielleicht beim ersten Blick auf den Namen vermuten würde, steht hinter ALEX THE ASTRONAUT kein Kerl, sondern die Sängerin, Songschreiberin und Geschichtenerzählerin Alex Lynn, die in Australien zuhause ist und nach zwei EPs mit „The Theory of Absolutely Nothing“ ihr Langspieldebüt gibt. ‚Folktronic‘ nennt die studierte Musikanthropologin ihren Stil und mit hellen Melodien, gezupften Gitarren und einprägsamen Gesang erzählt sie von den Dingen, die einen nicht nur in jungen Jahren bewegen: Freundschaft, Liebe, Verlust, Schmerz und Veränderung.

Und so ist die eröffnende Hymne „Happy Song“ eigentlich gar nicht so happy, denn es geht in dieser bittersüßen Ode um den unbehaglichen Zwischenteil einer Trennung, in dem man Hoffnung am Horizont sieht. Äußerst beschwingt schließt sich „Lost“ an, ehe sich das nachdenkliche „Split The Sky“ damit beschäftigt, dass es selbst zwischen den dunkelsten Wolken einen Silberstreif gibt. In diesem Sinne nimmt die Nummer dann auch alsbald Fahrt auf, während das reduzierte „I Like To Dance“, das 2019 als erste Single ausgekoppelt wurde, sich des wichtigen Themas ‚Häusliche Gewalt‘ annimmt. Mein persönlicher Favorit ist das temperamentvolle und rhythmusbetonte „I Didn’t Know“, aber auch das akzentuierte „Caught In The Middle“ oder das überbordende „Christmas In July“ wissen zu begeistern. Derweil schlägt „Banksia“ zunächst leisere Töne an, um dann im Refrain gefühlt die ganze Welt zu umarmen. Das treibende „I Think You’re Great“ verneigt sich währenddessen vor der unerschütterlichen Freundschaft zwischen zwei Menschen, um schließlich verträumt in „San Francisco“ anzukommen. Bleibt noch das Outro, in dem sich die Künstlerin fürs Zuhören bedankt.

Dabei gebührt Miss Lynn ebenso viel Dank, denn ALEX THE ASTRONAUT hat mit „The Theory of Absolutely Nothing“ 35 wahrlich kurzweilige Minuten mit abwechslungsreichem, energiegeladenem und von Herzen kommendem Folk-Pop geschaffen.

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