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ALIN COEN - Nah

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Artist ALIN COEN
Title Nah
Homepage ALIN COEN
Label PFLANZ EINEN BAUM
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Dieser Tage steht hinter ALIN COEN kein ‚Band“ mehr. Nun ist es nicht so, dass die Hamburgerin mit Wahlheimat in Berlin plötzlich im Alleingang Songs aufnimmt. Gleichwohl hat sich die 1982 geborene Sängerin nach ihrem zweiten Album „We’re Not the Ones We Thought We Were“ die Sinnfrage gestellt und sich ganz anderen Dingen als der Musik gewidmet. So hat sie in den Niederlanden Land- und Wassermanagement studiert und für Greenpeace gearbeitet. Mutter ist sie zwischenzeitlich auch geworden und irgendwann kam auch die Musik zurück in ihr Leben.

„Nah“ heißt der dritte Streich aus dem Studio, der mit dem Opener „Du bist so schön“ und zarten Pianoklängen aufwartet. Das schwermütige „Du machst nichts“ schließt sich mit ebenso sanften Melodien an, ehe das rhythmusbetonte „Bei dir“ mit Handclaps munter übernimmt. Das selbstironische „Alles was ich hab“ steht dem in Sachen Unbeschwertheit und Schwung in nichts nach. „Leichtigkeit“ präsentiert sich diffizil und mit klugen Lyrics, bevor der groovig rockende „Held“ auf den Plan tritt. Leise Wehmut zeichnet „Entflammbar“ aus und Alins „Tiraden“ sind eindeutig trauriger Natur. Überhaupt haben die Balladen klar das Sagen auf „Nah“: „Die Gefahr“, „Beben“ und „Das Ende“ sind Beispiele hierfür. Und natürlich das finale „Ultimatum“, das mitsamt Cello ein wenig dramatischer daherkommt.

ALIN COEN spielt auf „Nah“ Lieder, wie sie Frauen insbesondere ihres Alters gern nach einer Trennung hören. Mir geht das insgesamt ein wenig zu sehr ins Depressive, lobend müssen jedoch auf jeden Fall die charmanten Texte und die samtige Stimme der Frau Coen erwähnt werden. Wer es also gern gefühlig mag, wird hier ganz bestimmt auf seine Kosten kommen.

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