Band Filter

ALL FOR NOTHING - Solitary

VN:F [1.9.22_1171]
Artist ALL FOR NOTHING
Title Solitary
Homepage ALL FOR NOTHING
Label WTF RECORDS
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
0.0/10 (0 Bewertungen)

2002 gegründet, eine MCD aufgenommen und dann nach einer Umbesetzung das Album „Can’t Kill What’s Inside“ im Jahre 2007 veröffentlicht.

So nüchtern wie sich diese Einleitung liest, so hört sich der aktuelle Streich „Solitary“ von ALL FOR NOTHING auch an. Die fünf Niederländer bieten auf ihren ebenso vielen Kompositionen gut zehn Minuten absolut typischen Hardcore-Punk der alten Schule – mit der kleinen Ausnahme, dass hier eine Frau ins Mikro „schimpft“ und somit die Flagge ihres Geschlechts in diesem ja nun nicht gerade von der Weiblichkeit dominierten Bereich der Musik fleißig mitschwenkt. Das soll dann aber auch schon alles an Besonderheiten auf „Solitary“ gewesen sein. Die Riffs sind nett, das Drumming ok und ein gewisser Drive ist auch zu erkennen, doch ich kann gar nicht sagen, wie oft man das schon genau so gehört hat. Shouterin Cindy meckert sich zwar nicht unbedingt schlecht durch die Strophen – ihre Stimme passt sogar ziemlich gut zum Stil der Band – doch liegt ihr akustischer Unterhaltungswert beispielsweise weit hinter dem ihrer Namensvetterin aus Marzahn zurück. Soll heißen: relativ stumpfes und monotones Sprachgebell, dass, wenn man es mal ein wenig variieren würde, doch deutlich gefälliger wäre. Crew-Shouts alleine reißen da in Sachen Abwechslung ja mittlerweile gar nichts mehr vom Hocker. Die Instrumentenfraktion kommt ihr zu dem Thema auch nicht zur Hilfe, schließt sich dem weit verbreiteten Einheitsbrei an und kann wenn überhaupt nur kurzzeitig Interesse wecken („Shape Tomorrow“ beispielsweise schrebbelt rifftechnisch phasenweise ein wenig wie LIMP BIZKIT auf „The Unquestionable Truth“ daher – klingt komisch, ist aber so). Soundtechnisch gefallen mir die Sachen auf dem „Can’t Kill What´s Inside“-Album ein wenig besser als hier bei „Solitary“, die da noch mehr Biss und Druck hatten; schlecht produziert ist das Nachfolgewerk deshalb aber nicht unbedingt.

Wer sich an oldschooligem Hardcore-Punk nicht satt hören kann und darüber hinaus das Adjektiv „female fronted“ als besonderen Anreiz empfindet: bitte schön – mit „Solitary“ bieten euch ALL FOR NOTHING genau das, was ihr wollt und das auch recht ordentlich. WALLS OF JERICHO sollte dabei allerdings nun keiner erwarten. Allen anderen gehen die zehn Minuten genau so schnell ins eine Ohr rein wie zum anderen hinaus: „Thank you – drive through!“

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Mehr zu ALL FOR NOTHING