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ALL THE YOUNG - Welcome Home

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Artist ALL THE YOUNG
Title Welcome Home
Homepage ALL THE YOUNG
Label 14TH FLOOR
Leserbewertung
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8.0/10 (1 Bewertungen)

ALL THE YOUNG kommen aus dem gleichen – wenig glamourösen – Ort Stoke-On-Trent, in dem auch Lemmy Kilmister und Robbie Williams zuhause waren. Mit dem rauen MOTÖRHEAD-Sound haben die beiden Dooley-Brüder Ryan (Gesang) und Jack (Bass) sowie ihr Schulfreund David Cartwright (Gitarre) und Drummer Will Heaney allerdings nicht so viel am Hut, dann doch eher mit den hymnischen Ohrwürmern des Herrn Williams, wenngleich mit einem ähnlich großen Erfolg, wie er dem ex-TAKE-THAT-Mitglied beschieden war, mit „Welcome Home“ nicht zu rechnen ist.

Die zehn Songs des Debüts sind zweifelsohne alle sehr eingängig und radiotauglich, aber es fehlt schlicht an den Widerhaken oder den ganz großen Melodien, die eine Nummer im Kopf bleiben lassen. So startet der Silberling mit dem Gitarrenlastigen „Another Miracle“ durchaus vielversprechend, doch bleibt der Aha-Moment hier und auch bei den folgenden Nummern „Today“ oder „The First Time“ aus. Stattdessen setzt das Quartett auf Bewährtes und liefert auch durchaus solides Handwerk, lässt es jedoch an Überraschungen mangeln. „New Education“ ist mit akustischer Langaxt und überzeugender Vokalarbeit ohne Frage nett anzuhören und auch das etwas schwermütige„The Horizon“ zeugt von musikalischem Können, doch ist mir ein Track wie „Quiet Night In“ einfach zu glatt poliert. ALL THE YOUNG wollen unüberhörbar die Massen erreichen und ich will gar nicht abstreiten, dass ihnen das mit einem Gitarrenschmachter wie „Chase“ oder dem flotten „Here To Stay“ gelingen könnte. Mit „Arcane“ lassen es die Jungs sogar für ihre Verhältnisse zwischendurch mal richtig krachen, bevor der Initial- und Titelsong „Welcome Home“ die Platte mit lupenreinem Indie-Rock beendet.

Der ALL-THE-YOUNG-Erstling sei allen ans Herz gelegt, die gern auf gut befestigten Straßen unterwegs sind und schon lange im Vorfeld wissen möchten, was sie erwartet. Im Falle von „Welcome Home“ ist dies ordentlich gemachter Indie britischer Prägung, den man in ähnlicher Form allerdings schon ein paar Mal häufiger gehört hat. Nun lässt sich das Rad aber auch nicht noch mal erfinden und wenn der Vierer Spaß an der Mucke hat, sei ihm auch kommerzieller Erfolg gegönnt.

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