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ALPHAVILLE - Crazy Show

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Artist ALPHAVILLE
Title Crazy Show
Homepage ALPHAVILLE
Label EIGENPRODUKTION/ A DIFFERENT DRUM (USA)
Leserbewertung
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7.6/10 (19 Bewertungen)

ALPHAVILLE – Eine Legende, noch dazu aus meiner Heimatstadt Münster stammend. Was war ich damals in den 80ern stolz darauf, „Big in Japan“ als einer der ersten gehört zu haben. Noch und besonders heute kennt jeder ALPHAVILLE, wenngleich die Band von den meisten nur auf die Alben „Forever young“ und „Afternoons in Utopia“ reduziert wird. Aber Marian Gold hat all die Jahre Musik gemacht, vielleicht nicht immer erfolgreich, aber immer gut.

Jetzt bringt der Wahlmonegasse mit seinen Mitstreitern Rainer Bloss und Martin Lister etwas ganz besonderes heraus, im besten Sinne ein Geschenk für die Fans. „Crazy Show“ ist eine Box der Superlative, enthält 4 CDs mit unveröffentlichter Musik (252 Minuten) sowie ein umwerfendes Artwork. Leider kann ich die Box in ihrer Gesamtheit gar nicht rezensieren, denn die Promo besteht „nur“ aus einem von Gold persönlich ausgewählten Extrakt, 11 Songs mit 66 Minuten Musik. 5 Songs stammen dabei von CD 9 „The terrible truth about Paradise“, 6 von CD 10 „Last Summer on Earth“. Das macht auch Sinn, denn CD 12 enthält eine Sammlung von Web-Songs, CD 11 hingegen Remixes alter Klassiker und Coverversionen (z.B. ROXY MUSIC und GEORGE HARRISON). Aber halt, wieso eigentlich die Nummern 9 bis 12? Das spielt auf die konsequente Weiterführung der vorherigen Mammutveröffentlichung „Dreamscapes“ aus dem Jahre 1999 an, wo man in einer 8-CD Box alles nur erdenkliche an Besonderheiten und Kuriositäten released hat.

Kommen wir mal zur vorliegenden Promo. Mittlerweile spielen ALPHAVILLE einfach zeitlosen Pop in perfekter Synthese von Keyboards und organischen Instrumenten. Dazu kommt Golds unvergleichliche Stimme, die in all den Jahren nichts von ihrem Charisma verloren hat. Ein wenig zerbrechlich wirkt sie, vielleicht auch melancholisch, aber man wird mitgenommen auf eine Reise in die Traumwelt. Gerade die beiden ersten Stücke wirken wunderbar beruhigend, ein wenig rockiger geht es beim passend betitelten „Hurricane“ zu. Besonders interessant ist natürlich die Zusammenarbeit mit dem Elektronik-Pionier Klaus Schulze beim Titeltrack. Das Stück mit seinen sphärischen Klängen ohne all zu viel Gesang fällt etwas aus dem Rahmen, aber sicher nicht negativ.

Die CDs können in Deutschland nur über die Homepage bestellt werden, in den USA hat man sich mit dem Elektro-Label „A different Drum“ einen potenten Partner gesucht. Aber Vorsicht, die Box ist streng limitiert, also sollte man schnell handeln, denn die immer noch große Fanschar schläft nicht. Auf Hitparaden schielt Gold mittlerweile nicht mehr, er ist an einem Punkt angekommen, wo nur noch seine persönliche Vision zählt, die er bereit ist, mit uns zu teilen. Freut euch drauf!

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