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AMARANTHE - Massive Addictive

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Artist AMARANTHE
Title Massive Addictive
Homepage AMARANTHE
Label SPINEFARM
Leserbewertung
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5.0/10 (1 Bewertungen)

Jesus, was ist denn dieses Jahr nur los? OPETH bringen eine weitere Frechheit auf den Markt, bei SANCTUARY ist „The Year all hope died“ eher passend und auch ARCH ENEMY, trotz des Quantensprungs am Mikro (stimmlich und besonders visuell), haben nur Lächerliches von der Mittelmäßigkeits-Stange zu bieten (und dafür machen sie durch das Abwerben der fantastischen Alissa die Combo THE AGONIST fast kaputt?? Shame on you!)

Und nun sitz ich traurig und ratlos vor Album Nummer 3 meiner vormaligen Lieblingsband AMARANTHE. Hatte mich die vorab online zu „bewundernde“ Single „Drop Dead Cynical“, ein schwacher Hybrid aus billigsten MARILYN MANSON -Resteriffs und CASCADA-Trällervocals, schon vor böser Vorahnung in Richtung Schnappatmung tendieren lassen, so muss ich auch nach dem 3. Hördurchgang ungläubig aufs Cover der Promo schauen…und, ja, leider…es ist die neue AMARANTHE. Immer noch. Damn… You gotta be kiddin‘ me… alle Trademarks sind noch vorhanden, aber mir fehlt hier das Große, und irgendwie die Leichtigkeit. Eigentlich tönt es hier nicht anders als auf dem brillanten Vorgänger „Nexus“, aber es zündet NULL. Vielleicht ist das der Haken… man glaubt zu 90%, schon alles einmal gehört zu haben auf den beiden Vorgängern, man singt sogar Passagen von „Nexus“-Songs auf Riffs der neuen CD… kein gutes Zeichen. Der neue Growler ist ganz ok, Elise ist klar der Star des Vocal-Trios (den männlichen Klargesang brauch hier eigentlich keiner mehr wirklich…), aber die vormals tanzbaren Zucker-Pop-Refrains sind diesmal zu 3/4 “unhittig“ ausgefallen und klingen oft flach. Auch verzettelt man sich zu oft in half-time Riffgeschiebe ohne Akzente zu setzen… „…haben wir (…) beschlossen, dass das Album frisch und neu werden würde…“?? Nie hat ein Info mehr übertrieben oder lag mehr daneben. Eher schon passt folgende Aussage: „…und für ein paar verwunderte Gesichter sorgen sollte…“. Da bin ich zu 100% bei Gitarrist Mörck.

Ich kann nur noch mal meine Enttäuschung unterstreichen, habe ich doch ein Jahr lang alles und jeden mit „Nexus“ genervt und bei jeder Möglichkeit für diese vormals geniale Combo Werbung betrieben. So kann sich mit einem Album alles ins Gegenteil verkehren. Mir fehlt es hier an allem… die (Halb)Balladen sind grausam, besonders „Over and done“ hat Fremdschäm-Potenzial, wie oben angemerkt zitiert man zu sehr und oft seine eigenen Vorgänger-Werke oder bedient sich bei MARILYN MANSON (ob der die Band verklagen sollte wegen Tantiemen für das „The Beautiful People“-Riff? Yeah…)… richtige Höhepunkte wie fast jeder Song auf „Nexus“ sind hier extrem rar, der Titelsong bleibt nach mehrmaligem Hören halbwegs hängen, und mit den etwas stärkeren Songs „Danger Zone“, „Skyline“ & „An Ordinary Abnormality“ besinnt man sich für mich zu spät im letzten Drittel der bis dahin schwach bis durchwachsenen Scheibe auf seine Stärken.

Fazit: Sorry, aber wenn es immer noch gilt, dass das dritte Album das „make it or break it“-Album ist… dann ist in mir gerade der Fanboy in 1000 Scherben zerbrochen. Ganz schwache Vorstellung, die aber trotz mir bestimmt charten wird, weltweit abgefeiert wird und was weiß ich noch. Denn: Sound knalliger, Gesang fantastisch… nur halt jenes zu schwachen Songs und nicht zwingenden Refrains. Jenes war mal besser/ anders.

Anspieltipps: „Massive Addictive“, „Danger Zone“, „Skyline“

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