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AMARANTHE - The Nexus

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Artist AMARANTHE
Title The Nexus
Homepage AMARANTHE
Label SPINEFARM
Leserbewertung
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7.5/10 (8 Bewertungen)

The FUCK! I’m in LOVE! Ich dachte ja nachdem ich schon das Debüt abgefeiert hatte, ich würde unter temporärer Geschmacksverirrung leiden, weil es so gar nicht meine Musik ist normalerweise, aber DAS hier toppt den ersten Langspieler nochmal ums X-fache. Mehr Hooks, mehr Hits, mehr ALLES!!! Angetrieben von der 3-fachen Vocalpower von je einem männlichen Sänger und Growler und natürlich der Zauberstimme von Elize, tritt die Scheibe vom genialen Opener „Afterlife“ an totalen PopCore-Arsch. Double-Bass ohne Ende, geschmackssicheres (Reissbrett-) Songwriting, das catchy ohne Ende ist und sofort mit „Invincible“ & dem Titelstück die nächsten 2 Hämmer hinterher schiebt. Der Sound ist drückend, ohne die von den verblichenen SONIC SYNDICATE abgegriffenen Teenie-Fans zu verschrecken, die 3 Gesangs-Klangfarben sind zu jeder Zeit gekonnt aufeinander abgestimmt und die poppigen Refrains kann jeder nach einem Durchlauf mitsingen oder zumindest -pfeifen. So geht auf Charts gebürsteter moderner Metal im Jahr 2013!! Grandios.

„Theory of Everything“ erinnert dezent an SOILWORK, um dann einem hymnischen Refrain Platz zu machen… ok, ab und an erinnern die Refrains schon an auf dem Debüt Gehörtes… und nach hinten raus ähneln sich auch einige Vocalmelodien… aber unterm Strich ist das hier einfach nur ganz großes Melodien-Kino. Bei „Stardust“ wird es erstmalig „tanzbar“, bevor mit „Burn with me“ leider der kitschige Tiefpunkt des Albums als einziger Ausreißer ansteht. Da war das programmatische „Amaranthe“ vom Debüt von besserer Klasse. Naja, danach wird’s gleich wieder knackiger und das elektronische, extrem tanzbare „Razorblade“ klingt (nicht nur) im Refrain so derb nach ABBA…da freut man sich schon voller Vorfreude auf die Cabrio-Saison ein zweites Arschloch. Geil! Damit hätte man sogar Siegchancen beim ESC, hahaha. Selbiges gilt für den „RAMMSTEIN meets Dancefloor“-Hammer „Electroheart“… wer da nicht grinsen muss, hat keinen Sinn für musikalischen Humor. Klebrig aber doch derb elektro-rockend… Pop meets Riffgeschiebe. Egal welche Schublade man bemühen/ erfinden möchte: man muss gestehen, ob man‘s mag oder auch nicht, das hier ist einfach nur gut. Handwerklich wie auch produktionstechnisch und von den Kompositionen und Gesängen her sowieso.

Nur „Infinity“ als Rausschmeißer ist für mich unglücklich gewählt, da hätte fast jeder andere und bessere Song vom Album eine glücklichere Figur gemacht. Aber das ist Jammern auf höchstem Niveau. Dieses Brett ist ein MUSS für Freunde von SONIC SYNDICATE, SYSTEM DIVIDE, THE AGONIST oder aber nur Anhängern von schnörkellosem, modernem, melodienverseuchtem PopCore mit einer fantastischen Leadsängerin. Anspieltipps: „Afterlife“, „Invincible“, „Razorblade“.

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