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AMASEFFER - Slaves for Life

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Artist AMASEFFER
Title Slaves for Life
Homepage AMASEFFER
Label INSIDE OUT
Leserbewertung
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7.8/10 (8 Bewertungen)

Ich habe soeben einen 1.5 Stunden Lauf in der schönsten Spätfrühlingssonne hinter mich gebracht und mir bei gefühlten 37 Grad im Schatten AMASEFFERs neuestes Werk „Slaves for Life“ trendgerecht auf dem Ipod zu Gemüte geführt. Eine derart starke und anspruchsvolle Werksammlung ist nicht immer leicht verdaulich, soviel sei schon vorweg genommen, denn nicht jedes Meisterwerk erntet im Mainstream seine Lorbeeren…

Hauptthema des Konzeptalbums ist der Auszug der Israeliten aus Ägypten und das mutet nach erstem Durchlauf wie eine Mischung aus PETER GABRIELs „Last Temptation of Christ“ und dem Soundtrack von „Ben Hur“ mit einer Prise THE GATHERING bzw. THERION an. „Slaves for Life“ versteht es zu jedem Zeitpunkt, die Musik in Relevanz zur Thematik zu bringen. Viele von uns werden in diversen Kirch- bzw. Religionsstunden diese Story bis zum Erbrechen eingetrichtert bekommen haben und so ist es nicht überraschend, dass man auch ohne Titelliste oder Displayanzeige weiß, in welchem Teil der Story man sich gerade befindet. Das klingt irgendwie profan, ist es aber tatsächlich zu keinem Zeitpunkt. Nicht zuletzt die hervorragenden israelischen Musiker Hanan Avramovich (Guitars), Yuval Kramer (Guitars) und Erez Yohanan (Drums/ Percussion/ Erzähler), welche mittlerweile neben Soundtracks auch Musik für Videospiele schreiben, bringen zu jeder Zeit World Music, Klassik und Metal zusammen. AMASEFFER sind groß und denken auch so, wie sonst kann man den Ex Sänger on Yngwie Malmsteen, Mats Leven, verpflichten, welcher dem Projekt die nötige gesangliche Tiefe verleiht. Man schreckt zu keiner Zeit vor dem unüblichen Weg zurück, mal eine Flamenco Gitarre mit einer Art Ofra Haza im Hintergrund, dann fast schon wieder eine fast poppige Sequenz, um später die Sängerin von ARCH ENEMY, Angela Gossow, ins Geschehen eingreifen zu lassen („Midian“), laut Info eine der gewalttätigsten Stimmen unseres Planeten.

Das Album ist ein Fest für Symphoniker, Metaller und alle diejenigen, denen Genre Grenzen egal sind. „Slaves for Lifes“ bringt Verschiedenstes zusammen, ist aber zu jeder Zeit homogen und nie over the Top und letztendlich auch kein klerikaler Metal. Ich hatte jedenfalls meinen ganz persönlichen Exodus, denn bei sommerlichen Temperaturen wird dieses Opus während des Laufens fast physisch fühlbar. Am schlimmsten sind Durst, Hitze und Staub.

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