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AMBASSADOR21 - X

VN:F [1.9.22_1171]
Artist AMBASSADOR21
Title X
Homepage AMBASSADOR21
Label HANDS PRODUCTIONS
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
6.0/10 (1 Bewertungen)

Eine Rezension schreiben und dabei die entsprechende Platte (verständlicherweise) auch hören. So bietet sich der Job an. In diesem Fall jedoch keine Chance. Mit blutigen Ohren und totaler Verstörung im Kopf lässt sich kein vernünftiger Satz formen. Aus den unendlichen Weiten der ehemaligen Sowjetunion ist man ja einiges gewohnt, aber von akustischen Waffen hatte ich bisher noch nichts gehört. Bis jetzt. AMBASSADOR21 heißt das Monstrum und wenn man es einmal in seinem Player aktiviert hat, gibt es kein Zurück mehr. Gnadenlos walzt die „Wall of Sound“ alles nieder und hinterlässt verstörte Hörer.

Man nehme ATARI TEENAGE RIOT, multipliziere die Wut und Aggression mit „X“ und heraus kommt der Digital Hardcore-Sound des weißrussischen Duos Natasha A Twentyone und Alexey Protasov. Der musikalische (Molotow-)Cocktail bietet so ziemlich alles, was scheppert und lärmt: Industrialsound, schwere Riffs, zahlreiche Samples, wütende Schreiorgien (wobei sich da beide nichts nehmen), Breakbeats, Punk, Hardcore aber auch interessante Melodien, die aus diesem Gesamt-Brett hervorstehen. Auch wenn die insgesamt 16 Songs von der ersten bis zur letzten Minute wie auf Speed laufen und ordentlich auf die Mütze geben, bieten sie auch eine gewisse Abwechslung, langweilig wird es nicht. Das mag vielleicht daran liegen, dass „X“ kein neues Album, sondern eine Compilation aus neun bisher unveröffentlichten Tracks sowie sieben Live-Stücken aus den Jahren 2005 bis 2012 ist. Da AMBASSADOR21 bisher nur in ihrer Heimat veröffentlicht haben, dürfte die aktuelle Scheibe auf Hands Productions sicherlich für einen höheren Bekanntheitsgrad sorgen… sofern man den Anschlag auf die Ohren übersteht.

Wem ATARI TEENAGE RIOT immer zu soft waren, der wird AMBASSADOR21 lieben. Electro-Hardcore an der Schmerzgrenze. Harte Kost aber auch ein kreatives Ventil für Wut und Aggression. Fuck all Systems!

1 Kommentar

  1. Uli.S sagt:

    Habe die beim Mera Luna 2014 gesehen.
    Grauenvolle Musik.
    nerviges Gegröhle der Sängerin unterlegt mit nervigen Geschepper.
    Bin nach 10 Minuten zur Hauptbühne geflüchtet.

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