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AMBER ASYLUM - GardenOfLove/ AutonomySuite/ StillPoint

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Artist AMBER ASYLUM
Title GardenOfLove/ AutonomySuite/ StillPoint
Homepage AMBER ASYLUM
Label BIO-FIDELIC/ EIGENPRODUKTION
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Seit 1996 geistern die 4 gutaussehenden Damen von AMBER ASYLUM nun schon in der alternativen Musik-Szene umher, ohne dass ich bisher von ihnen Notiz nahm. Das ändert sich mit der Veröffentlichung ihrer neuen 10inch, welche sie in Eigenregie herausgebracht haben, allerdings ist für Januar 2006 auch eine CD-Variante bei Codebreaker Records geplant. Dies ist nach ein paar Jahren ihr erstes frisches Lebenszeichen, nachdem sie früher eine Weile beim Release/ Relapse-Stall beheimatet waren. Inwieweit das Quartett aus New Orleans unter dem Hurrican zu leiden hatte, ist mir nicht bekannt, fröhlicher wird ihr Sound dadurch jedenfalls nicht geworden sein.

Die 3 Tracks mit immerhin 22 Minuten Spielzeit spiegeln eine interessante Verschmelzung von Musikstilen wider, was auf ihrer Homepage mit dem eher nichtssagenden Begriff „Classical meets Post Rock“ tituliert wurde. Mit Rock im eigentlichen Sinne haben die hier vorgetragenen Töne aber nur am Rande zu tun. So beginnt „GardenOfLove“ mit sparsamer Instrumentierung, Cello und hintergründige Percussion bauen eine interessante Atmosphäre wehmütigen Dooms auf, bevor dann die „Female Voice“ einsetzt. Diese ist zwar recht hoch veranlagt, gerät aber niemals in die Nähe gewisser Mädchen Metalbands, viel zu beiläufig und verträumt klingt die Stimme. Im Verlaufe des Stücks wird der Spannungsbogen immer mehr angezogen, eine wohltuende Dramatik kommt zum tragen. Im Gegensatz dazu erklingt mit „Autonomy Suite“, dem 2ten Track der A-Seite, ein Instrumental, welches ein wenig in Richtung Neoklassik tendiert. Streichinstrumente und prägnanter Bass bauen auch hier wieder eine eigenwillige Stimmung auf, bevor sich diese gegen Ende in fast Prog Rockige Parts wieder auflöst. „StillPoint“ hingegen eignet sich als melancholischer Soundtrack, Bläser Parts unterstreichen die trüben Assoziationen, bevor verschiedenlagiger (natürlich wieder weiblicher) Gesang sanft die Gehörgänge umgarnt. Im 2ten Teil dominieren dann Pianoklänge, welche das Lied ein wenig aus der stillen Lethargie herausreißen.

Ein intimes Stück Musik hat die Damenriege hier erstellt, welches in weiten Teilen der morbiden Melancholie verpflichtet ist. Ein perfekter Soundtrack für graue Wintertage, wenn der geladene Revolver schon unter dem Tisch hervorlugt… Für Anhänger stillen Zaubers wärmstens zu empfehlen.

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