Band Filter

Request did not return a valid result

AMON AMARTH - Fate of Norns

VN:F [1.9.22_1171]
Artist AMON AMARTH
Title Fate of Norns
Homepage AMON AMARTH
Label METAL BLADE
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
6.8/10 (4 Bewertungen)

AMON AMARTH gehören schon seit Jahren zu den Lieblingen der Kritikerzunft und man hat sich mit den vorangegangenen Releases auch eine gehörige Fanbase erspielt. Die Nordmänner sind zudem eine Live-Combo par excellence, wobei man sicher den vielumjubelten Wacken-Auftritt 2002 als einen DER Höhepunkte der Bandgeschichte nennen muss. Mit dem fünften Studioalbum möchte man nun den Erfolg der Vorgängerscheiben bestätigen bzw. toppen, was sich als keine allzu leichte Angelegenheit erweist. Dabei ist im Grunde fast alles gleich geblieben, was man in gewissem Sinne natürlich „Stagnation auf hohem Niveau“ nennen kann.

Thematisch bleibt man natürlich den Wikingern treu, wobei man sich dieses mal auf die sogenannten „Nornen“ konzentriert, welche auch auf dem Cover die Hauptrolle einnehmen. Ein kleiner Exkurs in die Mythologie: Die Nornen sind Halbgöttinnen des Schicksals von Menschen wie Göttern und kontrollieren somit die universellen Gesetze des Kosmos. Historisch werden sie als 3 Schwestern beschrieben: Urd, Verdandi und Skuld, die jeweils für das Schicksal, die Notwendigkeit und das Sein stehen. Im übrigen leben sie im Schatten des Lebensbaumes Yggdrasil, dem sich ja eine andere Metal Combo namentlich verschrieben hat. Insofern haben die Schweden also eine feministische Platte eingespielt, was aber nicht dazu führt, dass die Scheibe irgendwie weibisch klingt. Ganz im Gegenteil, im Vordergrund stehen wieder hymnische Klänge, schwere Midtempobrecher und epochale Weisen, die eine ganz spezifische Erhabenheit transportieren. So weit so gut, aber irgendwo ist das auch die Crux dieser CD, sie kommt fast vollkommen ohne Überraschungen aus. Nur sehr selten geht man etwas flotter zur Sache, was schon zu gewissen Ermüdungserscheinungen führt, da nicht jeder Song zündet. Insofern leidet man neuerdings ein wenig am UNLEASHED-Syndrom, die sich ja auch seit Jahren selbst kopieren. Wirklich mitreißende Momente sind eher dünn gesät, womit ich „Fate of Norns“ in seiner Gesamtheit natürlich nicht als schlecht bezeichnen will. Es ist eine solide, meistenteils sogar gute Veröffentlichung, die jeden eingefleischten Fan zufrieden stellen wird. Aber Teile der Konkurrenz haben in diesem Jahr schon bessere Releases vorgelegt. Vielleicht liegt es auch am matschigen, leicht drucklosen Sound, der besonders die Drums befallen hat und der dem Berno Studio eigentlich unwürdig ist. Hier soll aber gegenüber meiner Promo noch etwas nachgebessert werden. Die beiden besten Songs und somit Anspieltipps sind für mich „Pursuit of Vikings“ und das von Hörnerklängen eingeleitete „Arson“.

Rauschebart Hegg und seinen Mannen sei empfohlen, in Klausur zu gehen und vielleicht hier und da frischen Wind in den typischen AMON AMARTH-Sound zu injizieren, damit man beim nächsten mal wieder richtig abräumen kann. Ansonsten sollte sich jeder selbst ein Bild machen und im Falle einer Kaufentscheidung auf die limitierte Erstauflage im Doppel Digi mit Bonus DVD zurückgreifen!

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

AMON AMARTH - Weitere Rezensionen

Mehr zu AMON AMARTH