Band Filter

AMORAL - Reptile Ride

VN:F [1.9.22_1171]
Artist AMORAL
Title Reptile Ride
Homepage AMORAL
Label SPIKEFARM RECORDS
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
7.4/10 (7 Bewertungen)

Die Finnen sind los! Dieses Mal sind AMORAL an der Reihe, die mit „Reptile Ride“ ihr drittes Album veröffentlicht haben. Wie schon bei den beiden Vorgängerwerken gibt’s keine Gnade für niemanden. Technical Death Metal mit einer Spur Thrash und ordentlich Melodien vom Feinsten. Und da das dritte Album ja immer als das Wichtigste in der Karriere einer Band angesehen wird, werde ich es gleich vorweg nehmen: “Reptile Ride” ist definitiv ein Kracher und kein Flop!

Sänger Niko Kaliojärvi tobt und wütet in den neun Songs, dass es eine wahre Freude ist. Hier wird das Gaspedal von der ersten Minute an durchgetreten und vom ersten Kracher „Leave Your Dead Behind“ bis zum Rausschmeißer „Pusher“ gibt es keine Chance zum Durchatmen. Aber nicht nur der Brüllwürfel von Sänger weiß zu überzeugen, auch die Instrumentalfraktion braucht sich nicht zu verstecken und die Gitarren stechen mit superber DEATHmäßiger Frickelei hervor. Wie schon erwähnt gibt’s bei AMORAL ordentlich Frickel-Death mit Thrasheinschlag und gleichsam, um das Ganze etwas „verdaulicher“ zu machen, werden die Songs mit einer ordentlichen Portion Melodien á la Schwedendeath versehen, die den Stücken trotz des technischen Anspruchs einen recht hohen Wiedererkennungswert geben. Bei „Hang Me High“ wird auch mal die Blastkeule ausgepackt und das Gaspedal ein Stückchen weiter durchgetreten. Herrlich! „Few And Far Between“ hingegen kann mit einem wunderbaren Gitarrensolo aufwarten.

Wie schon bei einigen Bands zuvor, kann ich mich auch bei den wahnsinnigen Finnen nur wieder wundern, dass eine Band, die mittlerweile schon auf 10 Jahre Bandgeschichte und 3 Alben zurückblicken kann, so dermaßen unbekannt ist. Eigentlich schade, aber ich bin der festen Überzeugung, dass die Jungs mit „Reptile Ride“ und der in Kürze anstehenden Tour zusammen mit NORTHER einen bleibenden Eindruck hinterlassen können. Den Arschtritt, den einem diese Songs verpassen sollte man jedenfalls nicht so schnell vergessen. Alles in allem ein absolut solides Album, welches locker wieder an das Debüt anschließen kann – nachdem die zweite Scheibe im Gegensatz dazu als kleiner Rückschritt bzw. “schwächeres Album” bezeichnet worden war -, mächtig reinhaut und für eine ganze Weile im Player kleben bleiben sollte!

Wer die Jungs bisher nicht kannte, sollte das schleunigst nachholen. Vor allem live sollte man sich AMORAL auf keinen Fall entgehen lassen! Also: Eine absolute Kaufempfehlung für alle, die dem finnischen Metal jedweder Spielart sowieso verfallen sind, Technical Freaks sollten außerdem ebenso zugreifen wie Fans der eher melodischen Spielart des Death Metals. Eigentlich kann man mit „Reptile Ride“ nichts falsch machen. Ein absolut solides Werk!

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

AMORAL - Weitere Rezensionen

Mehr zu AMORAL