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ANAAL NATHRAKH - Total Fucking Necro

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Artist ANAAL NATHRAKH
Title Total Fucking Necro
Homepage ANAAL NATHRAKH
Label RAGE OF ACHILLES
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Dies ist der Stoff, der die Götter zum weinen bringt. Die himmlischen Kräfte aufgrund der Bündelung des Bösen, die ihnen hier entgegenschlägt, und ihre south-poled Gegenüber wegen einem Rückfall in die Zeiten, in denen alles noch schwarz war. Schwarz und N-E-C-R-O. Denn ANAAL NATHRAKH kommen aus dem Vereinigten Königreich und machen ordentlich Wind. Wind, welcher vor allem den üblicherweise aus UK zu erwartenden leicht schwuchteligen Gothic-Romanzen-Blackies in ihre kreidebleichen Gesichter blasen wird. Dabei liegt hier quasi nur eine Wiederveröffentlichung der beiden ´99-er Demos vor, dem selbstbetitelten ersten 4-Track-Demo und den auch dieser CD ihren Namen gebenden „Total Fucking Necro“ Recordings. Alles remastered und zu guter letzt noch mit dem bisher unveröffentlichten neuen Stück „Necrogeddon“ als Bonus versehen.

Bereits in ihrer Frühphase ging es bei ANAAL NATHRAKH scheinbar ebenso nihilistisch, apokalyptisch und morbide zu, wie etwas später auf ihrem eigentlichen Debut „The Codex Necro“. Dabei wird schnell klar, dass im Proberaum wohl häufiger mal die älteren Scheiben von MAYHEM aufgelegt worden sind, denn speziell das Riffing klingt in einigen Teilen, als wenn Euronymous es persönlich intravenös verabreicht hätte. Heraufziehende leichte Melodiebögen, die sich eisig durch das Nordland bewegen. Aus dieser Affinität wird jedoch überhaupt kein Hehl gemacht, da mit „Carnage“ und „De Mysteriis Dom Sathanas“ gleich zwei MAYHEM-Originalen neuer Putz verabreicht wird. Dabei sieht man eigentlich auch ganz gut aus. Daneben sind bei den Vocals neben animalischen Schreien auch immer mal wieder Einschübe á la Attila Csihar auszumachen. Mit diesem hat man im übrigen auch auf der ebenfalls erst kürzlich erschienenen und mit Neu-Material bestückten „When fire rains down from the sky, mankind will reap as it has sown“ MCD kollaboriert.

Im Unterschied zu MAYHEM in deren Hochphase agiert man insgesamt allerdings dann doch zum einen etwas rotziger und zum anderen mit leichten Tendenzen zum Neo- bzw. Industrial Black Metal. Einen gewichtigen Faktor spielen hierbei die programmierten Drums, die ungewöhnlich kräftig eingestellt sind, ein Speed-Gewitter entfachen und auch klanglich nicht cheesy wirken. So erhält der gelegentlich auch leicht verzerrt-chaotische Sound einen zusätzlichen Zermürbungseffekt. Wer sich also mit diesen Black Metal Terroristen anlegen will, kann nicht behaupten, er sei nicht gewarnt worden.

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