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ANANDA MIDA - Cathodnatus

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Artist ANANDA MIDA
Title Cathodnatus
Homepage ANANDA MIDA
Label GO DOWN RECORDS
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Ich gestehe, dass ich keine Ahnung habe, wofür „Cathodnatus“ steht. Also nehme ich einfach mal an, dass es sich um ein Fantasiewort handelt, das ANANDA MIDA aus dem Hut gezaubert haben, um ihrem Silberling einen gediegenen Titel zu geben. ANANDA MIDA ist ein 2013 gegründetes musikalisches Kollektiv, das sich aus Bands, Mitarbeitern, Fans und Partnern des italienischen Go Down Labels rekrutiert. Das Sagen haben Matteo Scolareo und Max Ear, der nicht nur die Plattenfirma mitgegründet hat, sondern auch Drummer der italienischen Stoner- und Psych-Rock-Kapelle OJM ist.

Nachdem 2017 das Debüt „Anodnatius“ erschienen ist, legen die sechs Musiker, die durch weitere kreative Mitstreiter ergänzt werden, mit „Cathodnatus“ nach. Auch das zweite ANANDA-MIDA-Kapitel widmet sich psychedelischen und doomigen Untiefen, wobei man sich nicht genreuntypisch mitunter viel Zeit lässt. So bringt der Opener „The Pilot“ runde acht Minuten auf die Uhr und gniedelt sich ganz so wie es sich gehört mit dem psychedelischen Background gemächlich in Fahrt. Das nachfolgende „Blank Stare“ fällt mit 3:21 Minuten deutlich kürzer, aber auch flotter und frickeliger aus. „Pupo Cupo“ findet im Anschluss wieder auf die Psych-Schiene zurück und erinnert mit seiner Eröffnungssequenz an PINK FLOYD, während „Out of The Blue“ deutlich verspielter daherkommt. Davon kann bei „Doom And The Medicine Man“ nicht mehr die Rede sein, denn jetzt wird es über die restlichen 22:31 Minuten noch einmal scheppernd doomig, wobei auch hier die psychedelischen Einsprengsel nicht zu kurz kommen.

Mit von der Partie bei ANANDA MIDA ist auch der Sänger Conny Ochs, der als ausgesprochenen Erforscher des auf „Cathodnatus“ geschaffenen mythologischen Kosmos gehandelt wird. Mir ist in dem Zusammenhang allerdings gleich ob der Namensähnlichkeit der Osnabrücker Conny Dachs eingefallen, der jedoch eher als Porno-Star denn als Musiker von sich Reden gemacht hat. Nehmen wir am Ende noch ein Zitat einer anderen Osnabrücker Institution auf: „Jazz ist keine gute Fickmusik“ sagen DIE ANGEFAHRENEN SCHULKINDER und das gilt auch für „Cathodnatus“, denn der Sound ist wohl doch zu verkopft für hemmungslosen Matratzensport. Das sollte die psychedelischen Frickelfans jedoch nicht von dieser VÖ fernhalten!

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