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ANCESTORS - Invisible White

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Artist ANCESTORS
Title Invisible White
Homepage ANCESTORS
Label TEE PEE RECORDS
Leserbewertung
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Bei Los Angeles denkt man immer an kalifornische Sonne, kalifornische Strände und kalifornisches Easy Living. Kaum zu glauben, dass die melancholischen Progrocker ANCESTORS eben aus jener Spaß-Metropole stammen. Aber die Amis machen ihrem Namen ja auch alle Ehre – ihr Sound stammt auch von unseren Vorfahren.

Irgendwo zwischen 60s- und 70s-Psychedelic findet man sich auf der EP „Invisible White“ wieder. Die Herren stehen auf pure Akustik, nölende Hammond-Orgeleien, sägende Streichereinsätze – reichlich sakrale Hymnen bestimmen das Klangbild. Die wundersamen Kompositionen strecken sich so teilweise über zehn Minuten Länge, was die Instrumente aus dem Vollen schöpfen lässt, der Gesang hingegen bleibt auf der Strecke. Schleppend und zögerlich windet dieser sich zwischen den Instrumenten, ohne richtungsbestimmend zu sein. Schade eigentlich, denn etwas mehr „Drive“ hätte z.B. „Dust“ ganz gut getan. So tut man sich eher schwer, den Titeln die volle Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Lediglich das düstere, klavierschwere „Epilogue“ mit seinem E-Gitarrenzurrenden Intro schlägt da in eine moderne Bresche, was die Band gleich neben DREDG aufkommen lässt.

Die ANCESTORS legen eine erste Duftspur im Psychrock-Genre. Für Sparten-Freunde ob der Kompositionen und instrumentalen Feinfühligkeit ein Genuss, für anderen jedoch mutmaßlich eine Herausforderung hinsichtlich der eigenen Konzentrationsfähigkeit. Schade eigentlich, denn gerade der „Epilogue“ macht Lust auf mehr von den Kaliforniern.

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