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ANCIENT - Night Visit

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Artist ANCIENT
Title Night Visit
Homepage ANCIENT
Label METAL BLADE
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So so, ANCIENT wollen uns mal wieder einen Besuch abstatten. Es ist ja auch drei Jahre her, dass sie ihr letztes Werk „Proxima Centauri“ entbunden haben. In der Zwischenzeit verließ das langjährige Mitglied „Deadly Kristin“ die Formation, leider muss ich sagen, denn besonders optisch machte sie einiges her auf den Promo Shots. Dafür hat man jetzt Jesus Christus persönlich an der Gitarre, was kann da noch schief gehen? Und als Drummer fungiert der talentierte Italiener Diego Meraviglia, welcher sich hier artgemäß „Grom“ nennt. ANCIENT existieren schon viele Jahre an der Schnittstelle von Underground zu anerkanntem Black Metal Act, das mag vor allem daran liegen, dass Mastermind Aphazel sich nie richtig festlegen konnte. Und zwar was den Wohnort angeht (Norwegen, USA, Italien), seine Mitstreiter (letztlich ist nur ER ANCIENT) und die Qualität der einzelnen Stücke, die von überragend bis nichtssagend variierte. Immerhin weiß er nach so vielen Jahren genau, wo der metallische Hase läuft und kann das auch mit einem überraschend starken Album untermauern.

Dieses mal bewegt er sich noch ein wenig weiter weg von den garstigen Anfangstagen, ohne gänzlich ins DIMMU BORGIR-Fahrwasser einzutauchen. Zwar sorgen hier und da ein paar Keyboards für bombastische Momente, vorherrschend bleiben aber die aggressiven Gitarren und das sehr variable Drumming. Als zusätzliches Gimmick wurde Lord Kaiaphas’ für den Song „Rape the Children of Abel“ reaktiviert, reaktiviert, weil der gute Mann schon bei „The Cainian Chronicle“ seine Vokalkünste zum besten gab. Daneben gibt es auch weiblich lasziven Gesang im Opener. Im Gegensatz zu früheren Tagen wird nicht mehr auf Teufel komm raus geprügelt, eine Vielzahl von Breaks sorgt für Abwechslung, genauso wie eine temporär eingesetzte Violine und einige überraschend klassische Heavy Riffs. So rockt „Lycanthrophy“ doch ganz gewaltig. Das ergibt insgesamt eine flüssige und gut hörbare Melange, wenngleich man sich die beiden instrumentalen Bonustracks am Ende hätte sparen können. Dafür ist auf dem Silberling das unzensierte Video zum Titelstück zu sehen, wo es um ein Mädchen geht, welches von den Toten heimgesucht wird…

ANCIENT liefern mit ihrem sechsten Full Length Album das vielleicht bisher geschlossenste Werk ab, welches Reife und Härte größtenteils gut kombiniert. Auch hier ist nicht alles Gold, was glänzt, aber man sollte damit in der Lage sein, neue Fans hinzugewinnen und die Kritiker verstummen zu lassen.

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