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...AND STILL WE SUFFER - Warning: Liberated (Demo)

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Artist ...AND STILL WE SUFFER
Title Warning: Liberated (Demo)
Label EIGENPRODUKTION
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Das Leben schreibt die interessantesten Geschichten. Da geht man nichtsahnend in den örtlichen Media Markt, um sich mit neuen DVDs einzudecken und kehrt mit einer Rezi-CD im Gepäck wieder nach Hause zurück. Doch von vorne: In der Audio-Abteilung erschallen urplötzlich bekannte Klänge, FUNKER VOGT und Konsorten erscheinen doch reichlich unüblich in einem Mainstream Konsumtempel, da kann man sich schon mal nach dem Urheber/ der Urheberin erkundigen. Die entpuppt sich als Danni, Verkäuferin und schwarze Musikliebhaberin. Und plötzlich drückt das umtriebige Wesen mir auch noch eine Promo-CD in die Hand, brandheiß aus der Produktionsstätte gekrochen. …AND STILL WE SUFFER nennt sich die Truppe, die entgegen meiner ersten Vermutungen aber nicht im Gothic/ Electro-Umfeld beheimatet ist. Vielmehr soll es sich um Rock/ Punk handeln, also schnell eingepackt das gute Teil und at home in den Player gelegt.

Kurz etwas zur Bio: Ursprünglich startete man als Quintett im Jahre 2005, doch bei den Aufnahmen zu dieser Debüt-VÖ verabschiedeten sich Bassist und Schlagzeuger aus den allseits bekannten musikalischen Divergenzen. Jetzt sind noch Mark (Gitarre), Michi (Gitarre) und die bereits erwähnte Danni (Gesang) dabei, folglich nicht gerade die instrumentale Wunschformation. So arbeitete man im Heimstudio mit einem Drumcomputer, und die Bassspuren wurden dementsprechend von den Äxteschwingern mitübernommen. Live hat man noch nie gespielt, einen Proberaum besitzt man aktuell auch nicht mehr. Kann da etwas Ordentliches herauskommen? Absolut, wie die 4 Tracks bei gut 15 Minuten Spielzeit beweisen. Die beiden Herren sind schließlich auch schon seit den 90ern in den unterschiedlichsten Kapellen aktiv und wissen folglich, wie der musikalische Hase läuft (ein paar Namen: STONEWALL, PHOSPHOROS, INFINITE DARKNESS, LUNA ECLIPSE…).

Geboten wird dann eine Art gemäßigter West Coast Punk im Stile der DEAD KENNEDYS, schnell, schnörkellos und auf die Fresse, aber gleichzeitig immer melodiös. Wenn man es nicht besser wüsste, würde man das nasale Gesangsorgan eher einem Herren der Schöpfung zuordnen, sicher stimmlich nicht 100 Prozent perfekt, aber charmant rotzig und ziemlich prägnant. Auch inhaltlich scheint man die sozialen Themen von Biafra & Co. aufzugreifen, wenn meine Ohren mir da keinen Streich spielen. Die Gitarren bieten genügend Abwechslung und vor allem hier und da auch mal genrefremde Elemente, siehe „How many times“ mit einem kurzen Metal Part und den darauffolgenden melodiösen Leads. Etwas aus der Reihe sticht „Combat Unit“ mit dem angedeuteten Sprechgesang über den abgehackten Riffs, siehe frühen HC/ Metal Crossover der End 80er/ Früh 90er. Auch die Produktion trägt ihren Teil zu den etwas nostalgischen Gefühlen bei, schön bratzig oldschool kommt der Sound aus den Speakern, den Drum Computer nimmt man kaum wahr.

Letztendlich soll „Warning: Liberated“ als 8-Tracker verkauft werden, von denen mir wie bereits gesagt nur die Hälfte Titel zur Verfügung stehen. Aber auch die machen schon Lust auf mehr, wenn man Bock auf unpolierten aber keineswegs unkoordinierten WC-Punk mit Arsch in der Hose hat. Gebt dem Trio eine Chance und noch viel wichtiger einen Proberaum! CD gibt es auf der Homepage zu erwerben.

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