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ANDREA MCEWAN - Rental Property

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Artist ANDREA MCEWAN
Title Rental Property
Homepage ANDREA MCEWAN
Label DRAMATICO
Leserbewertung
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9.8/10 (4 Bewertungen)

Wieder bekomme ich eine Veröffentlichung aus dem Hause Dramatico auf den Tisch, die schon rein äußerlich immer sehr geschmackvoll und hochwertig aufgemacht sind. Diesmal gilt es ANDREA MCEWAN zu entdecken, ein junges Multitalent aus Down Under. Mit 3 Jahren schrieb sie ihren ersten Song (da weiß ich doch gleich, warum das bei mir nichts mit der Musik-Karriere werden konnte), verschlang Bücher wie andere Kinder Gummibärchen und begann gleich nach ihrem Schulabschluss als Schauspielerin u.a. in der bekannten Serie „Neighbours“ (die Älteren von uns haben jetzt gleich KYLIE MINOGUE im Arm von JASON DONOVAN vor Augen). Aber es sollte nicht bei der leichten Muse bleiben, immerhin hat sie den Abschluss einer renommierten Australischen Schauspielschule und ging 2000 nach England, um dort ihre Karriere fortzusetzen. Nebenbei schrieb sie weiterhin Songs, durch Zufall bekam Mike Batt, Dramatico-Labelchef, dem die Welt so schöne Melodien wie „I feel like Buddy Holly“ oder „Lady of the dawn“ verdankt, ein Demoband in die Hände und schon ward sie als Songwriterin unter Vertrag. Nachdem sie u.a. KATIE MELUA zu ihrem Erfolgssong „What I miss about you“ verholfen hatte, bekam sie einen Plattenvertrag und veröffentlicht nun ihr Debütalbum „Rental Property“.

Und kann dabei nun auch mit ihrer Stimme überzeugen, die sie in den 11 Stücken facettenreich einzusetzen weiß. Bei der Single „Alibi“ und auch dem nächsten Titel „Black socks in the wash“, bewegt sich ihr Timbre sehr nah an dem der Frau MELUA – akute Verwechslungsgefahr! Kokett beschwingt mit Querflöte, Glockenspiel und jeder Menge „Schubiduh“ an Bord geht es mit „Love suit“ weiter, ehe dann mit den nächsten Tracks traditionelle Singer/Songwriter-Musik folgt, sparsam mit einigen Gitarrentupfern und schönem Harmoniegesang im Refrain garniert, die sich nach wenigen Durchläufen zum Ohrwurm mausern. Nun singt Andrea sehr sanft und einfühlsam, zieht die Stimme hier und da sicher in schwindelerregende Höhen. Im letzten Drittel zieht das Tempo dann zunächst wieder an, „Isn’t it funny?“ und „Mr. London Town“ könnten auch aus einem Musical stammen, entsprechend aufgeregter und breiter fällt nun Andreas Gesang aus. „Candle in a chat room“ war die erste Single des Albums und versprüht ein wenig Lagerfeuerromantik, von ganz eigener Dramatik dann das abschließende mit Streichern unterlegte „Fast train“, das sich ein wenig wie eine softe Version von MARIAH CAREYs Interpretation von „I can’t live“ anhört.

So empfiehlt sich Andrea McEwan zum qualitativ hochwertigen Nebenbeihören, wobei mir die intimen, leisen Songperlen besser gefallen als die beschwingten Gute-Laune Stücke. Ein Händchen für gediegene Melodien hat sie auf jeden Fall, egal ob aus eigener oder fremder Kehlen gesungen.

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