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ANGMAR - Zurück in die Unterwelt

VN:F [1.9.22_1171]
Artist ANGMAR
Title Zurück in die Unterwelt
Homepage ANGMAR
Label KETZER RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
10.0/10 (4 Bewertungen)

Es ist wirklich erstaunlich, welch interessante Bands nach und nach förmlich aus dem Nichts erscheinen. Gerade aus Frankreich (ja, trotz des Album-Titels) kommt derzeit eine VÖ nach der anderen, die in ihrer Vielschichtigkeit mittlerweile beeindruckende Ausmaße annehmen.

Was das Erlebnis im Falle von ANGMAR von Beginn an deutlich negativ beeinflusst, ist der doch sehr dumpfe und verwaschene Sound. Gerade bei solch vielseitiger Musik, die sich sowohl durch aggressive Passagen als auch sich hypnotisch-wiederholende Parts und düstere Atmosphäre auszeichnet, ist die Produktion enorm wichtig. So kann man nur ansatzweise erkennen, welches Potenzial in Kompositionen wie dem 20-minütigen Monstrum „Perdition“, dem ausufernden Machtwerk „13ème Rèvé“ oder dem tiefgehenden Titelstück steckt. So verlieren sich ANGMAR regelrecht in ihren meist überlangen Songs, lassen sich in einer Art Trance von langgezogenen Melodien und düsteren Sounds zu urtümlichen Black Metal-Ausbrüchen tragen, um zum Ende ihre Geschichte im druckvollen Midtempo darzubieten. Die akustischen Einschübe sorgen nach den brachialen Auswüchsen für eine Art Entspannung, bauen aber gleichzeitig wieder eine neue dunkle Atmosphäre auf, in der zu jeder Sekunde die nächste Druckwelle durchbrechen kann. Gerade bei diesen entwickeln besonders die fies-bellenden Vocals eine immense Kraft auf, die sich mit den ansonsten recht zurückhaltenen Drums zu einer mächtigen Dampframme hochschaukelt. In den ruhigen Passagen lässt man dann eher die verschlungenen Melodien und die hypnotischen Strukturen wirken, wobei die Vocals eher begleitend als dominierend wirken.

Hätte man nun die Möglichkeiten gehabt, das Ganze in einer Produktion der Marke OPETH oder auch SHINING zu verwirklichen, würde man sicherlich noch viel mehr Facetten des doch sehr komplexen ANGMAR-Sounds hervorheben können. Die dumpfe Klang der Drums und die oftmals sehr schrebbelnden Riffs machen einen kompletten Durchlauf von „Zurück in die Unterwelt“ allerdings zu einer recht schwierigen Aufgabe.

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