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ANGRA - Secret Garden

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Artist ANGRA
Title Secret Garden
Homepage ANGRA
Label EAR MUSIC
Leserbewertung
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Die Brasilianer ANGRA gehen nun bald auch schon auf das 25-jährige Bandjubiläum zu, mit „Secret Garden“ legt man das achte Album vor, das Erste seit fast 5 Jahren und vor allem das Erste mit Neusänger Fabio Leone. Womit man eine perfekte Wahl getroffen hat.

Nach dem eher vertrackten Auftakt mit dem längeren „Newborn Me“ folgt mit dem schnellen „Black Hearted Soul“ eine ANGRA-typische Powerspeedmetal-Rakete, mit dramatisch-bombastischen Chorus. Natürlich darf progressives Schnellgefrickel bei der Saitenfraktion nicht fehlen, technisch sind die Herren Rafael Bittencourt und Kiko Loureiro nunmal einfach erste Sahne. Mit richtig fettem Bumms und derbem Riffing brettet „Final Light“ los, da macht sich die Vorproduktion mit Roy Z und die Produktion von Jens Bogren bezahlt, so derbe haben die Jungs wohl noch nie in die Saiten gehaun. Auch wenn der Track an sich nicht hart ist, das tiefe Riffing passt zu dem Song, geiles Teil! Und Leones Gesang passt einfach dazu. „Storm of Emotions“ zeigt einmal mehr die ruhigere Seite der Band und mit der THE POLICE-Coverversion „Synchronicity II“ hat man eine ungewöhnliche, aber gelungene Coverversion in die Mitte des Albums gepackt. Anscheinend war man überzeugt genug von der Qualität, so daß man den Track nicht als Bonus irgendwo versteckt hat, sondern ihn mitten im Albumkontext platziert. Mission gelungen! Was nur für die Klasse der Musiker spricht. Das eher ruhigere, aber phasenweise pumpende „Violet Sky“ kommt etwas unflüssig daher, mit dem von Simone Simons(EPICA) gesungenen, balladesken Titeltrack findet man aber zurück in die Spur. Einfach schön. Sehr progig ist das längere, mit teils hartem Riffing garnierte „Upper Levels“, bei dem groovenden Banger „Crushing Room“ (mit düsterem Touch und Piano) singt Metalqueen DORO mit im Duett, was man nur als absolut geil komponiert bezeichnen kann. Der Wechsel zwischen den düsteren ruhigen Parts und den harten Grooveparts gelingt famos, der Refrain geht ins Ohr, die Gesänge sind klasse.

ANGRA sind eben schon längst meilenweit von der reinen speedigen Powerlehre entfernt, wenn auch mit dem schnellen „Perfect Symmetry“ noch eine Doublebassrakete präsentiert wird. Aber das ist eben nur eine geile Seite der Brasilianer, die mit „Silent Call“ schön akustisch aus der Scheibe geleiten. Das feine Artwork rundet diese extrem starke Scheibe perfekt ab. Mit „Secret Garden“ positionieren sich ANGRA erneut an der Genre-Spitze und überzeugen auf ganzer Linie.

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