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ANGUS & JULIA STONE - s/t

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Artist ANGUS & JULIA STONE
Title s/t
Homepage ANGUS & JULIA STONE
Label UNIVERSAL
Leserbewertung
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9.0/10 (1 Bewertungen)

Eigentlich hatten ANGUS & JULIA STONE gar nicht vor,  noch ein gemeinsames Album zu machen. Vielmehr haben sich die Geschwister in den letzten Jahren verstärkt auf ihre Solo-Projekte konzentriert und so brauchte es zunächst den Anstoß des legendären US-Produzenten Rick Rubin, damit jetzt der dritten, selbstbetitelten Longplayer der gebürtigen Australier das Licht der Plattenläden erblicken konnte. Anders als bei den beiden Vorgängern „A Book Like This“ aus 2007 und „Down The Way“ (2010), haben Angus und Julia die Tracks des aktuellen Silberlings erstmals zusammengeschrieben und in diesem Fall haben zumindest zwei Köche den Brei nicht verdorben. Ganz im Gegenteil: vermutlich haben die beiden nie etwas Besseres gemacht als diese 13 Lieder.

Die Scheibe startet bereits mit dem energiegeladenen „A Heartbreak“ äußerst vielversprechend und weiß sich sogar noch zu steigern. „My Word For It“ schließt sich dem ebenso entspannt wie geheimnisvoll an, bevor die Singleauskopplung „Grizzly Bear“ sonnige Gitarrenklänge durch die Boxen schickt und das beschwingte „Heart Beats Slow“ als musikalischer Abschiedskuss für einen langjährigen Geliebten zu Herzen geht. Hier teilen sich die Geschwister die Gesangparts, während an anderer Stelle die Vocals brüder- äh schwesterlich gesplittet wurden. Derweil schlägt „Whereever You Are“ leise Töne an, ehe „Get Home“ erklingt, das ursprünglich von Angus in New York als Demo aufgenommen wurde. Auch hier ergänzen sich die Geschwister perfekt, was ebenso für das düstere „Death Defying Acts“ gilt und auch beim munteren „Little Whiskey“ hört man die elektrisierende Energie zwischen Angus und Julia. „From The Stalls“ bohrt sich umgehend in die Gehörgänge und wenn „Other Things“ cool klimpernd daherkommt, wäre man im Studio gern bei der Entstehung dabei gewesen. „Please You“ nimmt sich noch einmal dezent zurück, bevor das hypnotische „Main Street“ den Hörer in seinen Bann zieht. Bleibt noch das vorsichtig scheppernde „Crash + Burn“, mit dem sich das Duo, das eigentlich gar keins sein wollte, gekonnt verabschiedet.

Nichtsdestotrotz sind die beiden einfach eine kreative Einheit, die es in sich hat. Das Ergebnis sind 13 atmosphärisch dichte Songs und eine Platte voller Emotionen und mit einem durchweg spürbaren Eindruck von Freiheit und Selbstbewusstsein. Ein Dank an Rick Rubin für seine Beharrlichkeit!

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