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ANIMA MORTE - Viva Morte!

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Artist ANIMA MORTE
Title Viva Morte!
Homepage ANIMA MORTE
Label LAST ENTERTAINMENT PRODUCTIONS
Leserbewertung
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6.8/10 (4 Bewertungen)

Es leben die Toten! Die Lebenden Toten! Oder die Untoten?! Trotz immer mal wieder aufflackernder Zombiethematik im zeitgenössischen Horrorfilm sind doch die vergangenen Grosstaten der 70er/ 80er unvergessen bzw. unerreicht und dieser Haudrauffilmstil, denn insbesondere italienische Krawallregisseure à la Fulci, Lenzi, Mattei usw. pflegten, wird wohl nie wieder in Mode kommen. Einen großen Anteil an der Atmosphäre von Streifen wie „Ein Zombie hing am Glockenseil“ oder „Die Geisterstadt der Zombies“ hatten unbestreitbar die einheimischen Komponisten, deren Talent das der Filmemacher oft bei weitem übertraf, was insgesamt eine schräg-sehenswerte Liaison ergab. Auch heute noch fühlen sich Künstler von den Klängen der Herren Frizzi, Nicolai, Morricone oder den GOBLINS inspiriert, siehe Klangkünstler wie ENOCH oder schlicht und einfach ZOMBI.

Ein weiteres Projekt in diesem Fahrwasser nennt sich ANIMA MORTE und praktiziert im schönen Schweden. Wer genau dahinter steckt, ist nicht so einfach zu eruieren, gibt MySpace doch ein identitätsloses „Musikerkollektiv“ an, auf jeden Fall ist aber ein Herr namens Fredrik Klingwall beteiligt, der sich u.a. als Keyboarder betätigt. Neben AM ist er in der einen oder anderen Weise noch bei FLAGELLATION, LOCH VOSTOK, MACHINERY und RISING SHADOWS aktiv. Kennt wohl keine Zeitprobleme der Mann. Andererseits ist vorliegende, auf 500 Stück limitierte 7inch mit 4 Tracks bei 12 Minuten auch nicht zu üppig ausgefallen. Nennen wir es ein Liebhaberstück oder eine Fingerübung mit „nettem“ Coverartwork von Jenny Klingwall. Die vier Stücke mit Titeln wie „The Graveyard Plague“ oder „Are They Dead Yet“ bieten ganz nettes Synthesizer Geschwurbel mit Filmscore Charakter, das für die Originale ein wenig zu gelackt rüberkommt. Auf jeden Fall deutlich mehr in den 80ern verwurzelt, das hätte man irgendwie dreckiger inszenieren sollen. Mal schleppend, dann wieder verspielter erinnert man insbesondere an Fabio Frizzi.

Also eine VÖ für Liebhaber oben angesprochener Themen, die sich im Schrank noch deutlich besser denn auf dem Plattenteller macht, hier zählen Inspiration und Leidenschaft mehr als die tatsächliche musikalische Ausarbeitung, die aber beileibe nicht schlecht zu nennen ist.

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