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ANIMO AEGER - Fieber

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Artist ANIMO AEGER
Title Fieber
Homepage ANIMO AEGER
Label ASHEN PRODUCTIONS
Leserbewertung
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9.0/10 (1 Bewertungen)

Wie schon im Review zum Debüt-Werk „Impuls“ gewünscht, haben sich ANIMO AEGER tatsächlich mit nun besseren Bedingungen an ihr neuen Album „Fieber“ gemacht, das trotz 7 Songs und 39 Minuten Spielzeit als MCD an den Start geht.

Und die besseren Bedingungen haben das deutsche Duo auch gleich genutzt und mächtig dick aufgetragen. So rappelt es gleich bei „Die Gedanken ans Gefüge“ richtig im Karton, kalte Riffings, polternde Drums, hallende Screams in Kombination mit extrem theatralisch und pathetisch intoniertem Sprech-Gesang verlangen sofort die volle Aufmerksamkeit. Diese Attribute treffen es generell bei „Fieber“ recht gut. Gerade wenn das Tempo ein wenig gedrosselt wird, kommt eben die eigenwillige Gesangsdarbietung, zu der sich hier und da auch noch fiese Growls gesellen, mit ihren schön ausufernd-poetischen Texten richtig zur Geltung. Natürlich ist es Geschmackssache, ob man mit diesem Pathos der düsteren Metalkunst wirklich etwas anfangen kann, besonders die Gesangsstile sind nicht jedermanns Sache. Aber ohne Frage schaffen es ANIMO AEGER mit „Fieber“ ihre Vision von emotionalem Tiefgang musikalisch intensiv umzusetzen. Die Gitarrenwände und Melodien erschaffen einen eindringlichen Spannungsbogen, der mitreisst, fesselt und sicherlich auch verstört. Die theatralischen und daher natürlich sehr dominanten Gesanges-Ausbrüche tun ihr Übriges, um „Fieber“ mehr als nur interessant für Fans von BETHLEHEM oder NOCTE OBDUCTA zu machen. Zumal die bereits erwähnte Verbesserung bei der Produktion den Songs um einiges mehr and Tiefe und Transparenz verleiht, was bei solch einem massiven Klang-Angriff unabdingbar ist.

Natürlich haben auch rohe und unpolierte Sachen ihren ganz eigenen Charme, wie die Rehearsal-Tracks „Der letzte Diamant“ und „Spuck mich ins Nirgendwo“ zum Ende der Platte beweisen. Voll und ganz entfalten sich solche Kompositionen aber ohne Frage erst im richtigen Klang-Gewand! Das beweist „Fieber“ nachdrücklich!

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