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ANTHONY ROTHER - Popkiller 2

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Artist ANTHONY ROTHER
Title Popkiller 2
Homepage ANTHONY ROTHER
Label DATAPUNK
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ANTHONY ROTHER gehört sicherlich nicht zu den Unbekannten, jedenfalls in den diversen Technoszenen, dort wird er in einem Zug mit den „Großen“ genannt, auch wenn er nicht unbedingt zu den Krawallmachern gehört. Sein Steckenpferd war schon immer die ruhigere Minimal- und Elektroschiene, er konnte in der damaligen Electroclash-Welle mit seiner „Popkiller“-Scheibe beachtliche Erfolge erzielen und war auf diversen Samplern vertreten. Nun schreiben wir aber bekanntlich das Jahr 2010, der Hype von damals ist vorbei, wie sieht nun also der Nachfolger aus?

Ganz ehrlich? Relativ schwach! Mir fällt kein nennenswerter Unterschied auf und für die heutige Zeit klingt es eher nach einer veralteten, ideenlosen Nostalgieplatte. Fast jeder Track ist 6 bis 7 Minuten lang, und in Verbindung mit dem monotonen, gleichbleibenden Tempo kann das schon zu einer nervlichen Zerreißprobe ausarten. Zum „Chillen“ und Entspannen ist es toll, ein paar Titel haben „nette“ Melodien, aber irgendwie hört es sich ständig nach einem KRAFTWERK-Abklatsch an. Rother variiert, indem er einen Sound ab und zu weg oder dazuschaltet, das kann aber auch jeder ambitionierte Jugendliche mit einem iPhone basteln – statisch und clean. Besonders ärgerte mich, dass er anscheinend nur 2 bis 3 Synthesizer zu Hause hat, die gleichen Sounds werden immer und immer wieder überstrapaziert. Wenn man lediglich das Unterbewusstsein anschaltet, dann kann man die Lieder wie Fahrstuhlmusik goutieren und irgendwann bemerkt man dann auch, dass die CD schon vorbei ist (wenn man es denn bemerkt), aber Tracks wie „Grab your live“, „Cruising“ und „BigBoys“ besitzen wenigstens noch einen erhöhten Unterhaltungswert, der in Anbetracht der jeweiligen Location ein geduldiges Publikum zum tanzen animieren könnte.

Ne sorry, die Zeit ist vorbei, wo man größere Erfolge mit solcher Musik erreichen konnte, neue Hörer wird man damit nur schwerlich akquirieren, so viel Geduld ist hier gefordert, und als alteingesessener Fan der alten Ära hätte ich mir wirklich eine „echte“ „Popkiller“-Fortsetzung gewünscht und nicht nur einen simplen „Klon“.

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