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ANTI-FLAG - The Bright Lights of America

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Artist ANTI-FLAG
Title The Bright Lights of America
Homepage ANTI-FLAG
Label RED INK
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Unglaublich, aber die amerikanischen Polit-Punks ANTI-FLAG können in diesem Jahr auch schon auf 20 Jahre Bandgeschichte zurückblicken. So richtig ging’s aber erst Mitte der Neunziger los, inzwischen blicken die Jungs auf sechs Studioalben zurück, Nummer Sieben wurde von Tony Visconti (DAVID BOWIE, THIN LIZZY, T-REX, MORRISSEY, MANIC STREET PREACHERS, THE STRANGLERS, THE BOOMTOWN RATS u.v.a) produziert und erblickt jetzt unter dem Namen „The Bright Lights of America“ das Licht der Plattenläden.

Die Scheibe startet mit punkigen Sounds auf „Good And Ready“, ist aber keineswegs ein typischer Punk-Longplayer geworden. Musikalisch spielen ANTI-FLAG mit den verschiedensten Elementen, die alle eins gemeinsam haben: Sie sollen die Texte des Quartetts unterstützen und verstärken. Denn auch wenn sie (was ihnen durchaus vorgeworfen wird) auf einem Major-Label beheimatet sind, gehören ANTI-FLAG zu den kritischen Stimmen im amerikanischen Musik-Biz, die ihre Popularität für die unterschiedliche Organisationen einsetzen (u.a. Amnesty International, PETA oder auch MilitaryFreeZone.org), um auf diverse Missstände aufmerksam zu machen. So auch beim Titelsong „Bright Lights of America“, der durchaus einen gutgelaunten Refrain vorweisen kann, aber die Perspektivlosigkeit der amerikanischen Jugend thematisiert. „Vices“ kommt schon fast wie eine Kampferklärung rüber, dann folgt mit „The Modern Burning Rome“ ein echter Punk-Track. Sehr treibend geht’s mit „If You Wanna Steal“ weiter, bevor sich „No Warning“ in die Gehörgänge schrammelt. Drum-Stakkati erwarten den geneigten Hörer bei „Spit In The Face“ ebenso wie High-Speed-Langäxte und Klaviergeklimper. Im Vergleich ist „We Are The Lost“ geradezu ruhig ausgefallen, dabei handelt es sich um einen dieser Tracks, die man besonders besoffen, hervorragend mitgrölen kann. Zu „Go West“ gehören Mundharmonika-Klänge und scheppernde Schlagzeug-Impressionen ebenso wie eingängige Vocals, die sich in einer deutlich schnelleren Version auch bei „The Smartest Bomb“ wiederfinden. „Shadow of The Dead“ verweist auf irische Wurzeln, während „The Ink, The Quill“ noch mal Vollgas gibt. Nicht vergessen wollen wir natürlich den Hidden Track „Tar And Sagebrush“, der als akustische Country-Abhandlung gefällt.

ANTI-FLAG bieten jede Menge Abwechslung, fröhliche Melodien und Texte, die weit über Themen wie Sex und Saufen hinausreichen. Wieder mal in schöner Beweis, dass Punk keineswegs stupide und gleichförmig sein muss!

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