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ANTILLES - Something new

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Artist ANTILLES
Title Something new
Homepage ANTILLES
Label MAJOR DIGITAL
Leserbewertung
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8.4/10 (9 Bewertungen)

Bereits seit 1999 frickelt David Witkowski aus Dänemark gerne an seinem Synthesizer rum und veröffentlicht unter dem Namen ANTILLES im Netz diverse Stücke. Später möchte er weg von rein instrumentalen Tracks und stößt auf Sängerin Anne Christine, die aus dem Folkbereich kommt und erstmals 2005 „A different place“ (ursprünglich ein Instrumentalstück) um ihre Stimme bereichert. Von nun an steht ANTILLES für einen angenehmen Synthie-Pop-Mix mit weiblichen Vocals. Ende 2008 ist das Debüt-Album „Something new“ bei Major Records erschienen, die ja auch Acts wie IAMX, X-PERIENCE oder LADYTRON beheimaten.

Auf dem Album gibt es, wie der Name schon sagt, einiges Neues, aber auch ein paar ältere Stücke zu hören, da die Einflüsse aber eh zahlreich aus den 80ern kommen, spielt das Entstehungsdatum eigentlich keine Rolle. Viel Abwechslung bei Tempo, Rhythmus und Effekten lässt keine Langeweile aufkommen, gibt jedem Track seinen eigenen Charakter und bei 5-6 Minuten Spielzeit ist genügend Luft für schöne Spannungsbögen und lange Instrumentalpassagen. Wo der Opener „Longing for the spring“ mit spröder Lässigkeit zu ein paar coolen Moves einlädt, verbreitet „Nostalgia“ dem Namen folgend eher kindlich-verspielten Charme. Je nachdem wie lange man schon dabei ist, wird man beim Durchhören an OMD, Italo-Disco-Klassiker, CAMOUFLAGE oder wie bei „Different place“ an ALPHAVILLE erinnert. Gerade die Nähe zu letztgenannten belegt auch die Tatsache, dass ANTILLES mit einem „Jerusalem“-Cover auf einer Fan-Tribute CD aus 2000 vertreten sind. Doch ANTILLES klauen nicht einfach, sie wissen geschickt zu zitieren, so auch beim einzigen reine Instrumentalstück „Astronaut dance“ das eine zeitlose Hommage an Altmeister Jean Michel Jarre darstellt. „Friendly fire“, das noch mal mit einer Acoustic-Version vertreten ist, bietet mit einer schönen Melodie und hoher Tanzbarkeit beste Single-Qualitäten.

So kann ich „Something new“ allen Genre-affinen Zuhörern ruhigen Gewissens empfehlen. Ein leichtfüßiges Album, unaufdringlich aber nicht einschläfernd und somit bestens geeignet für lange Autofahrten und zum Nebenherhören. Wer noch zögert, kann auf der HP in alle Titel reinhören.

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