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ANTIVOTE - Visions of crime and pain

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Artist ANTIVOTE
Title Visions of crime and pain
Homepage ANTIVOTE
Label ECHOZONE
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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9.1/10 (19 Bewertungen)

Mitte Dezember, passend zum Weihnachtsgeschäft, veröffentlichten ANTIVOTE ihr jüngstes Album namens „Visions of crime an pain“, dieser Name scheint im Angesicht der wehmütig dunklen Musik und der düsteren Texte programmatisch. Untermauert wird das Ganze durch das 20-seitige, sehr stilsicher gestaltete Booklet in gelb-grau-schwarzer Farbgebung mit sehr guten Fotografien, welche die Stimmung des Albums abbilden.

Das Trio aus Zwickau besteht seit 2012 aus den Gründungsmitgliedern Mirko Padurbin (Synths & Gesang) und Ronny Lippold (Synths & Programmierung), seit 2013 noch ergänzt durch Sebastian Voigtmann (Schlagwerk & Gesang). Thematisch widmen sich die 3 Sachsen dem Liebesleid und den Problemen der Welt aus einem genretypisch dunklen Blickwinkel. Musikalisch sind die 11 Stücke auf „Visions of crime and pain“ zwischen E-Wave und Electropop angesiedelt, wobei sie je nach Stück in die eine oder andere Richtung tendieren und ab und an allgemeine elektronische Alternative-Einflüsse zu Gehör bringen. Referenzklänge anderer Projekte oder Bands anzugeben, fällt sehr schwer, weil man – löblich für eine junge Band – schon einen ganz eigenen ausgereiften Stil vorzuweisen hat! Am ehesten erinnert die Musik von ANTIVOTE an PROJECT PITCHFORK oder BLUTENGEL. Die Stücke bieten eine Mischung aus treibender und tanzbarer Musik und „dunkleren“ Tracks, welche wohl mehr zum kontemplativen Hören gedacht sind. Musikalisch hört sich das erstaunlich ausgereift und gekonnt an für ein Debüt, allerdings ließe sich die stimmliche Qualität hier und da noch etwas verbessern…

Nach einer ersten Online-Single-VÖ, welche von dem Berliner Produzenten Van Adrain bearbeitet wurde, kommt nun das Erstlingsalbum heraus. Die Produktion ist gut gelungen und mit 49 Minuten bietet das Album eine Vielzahl genretypischer Stimmungen von Düsternis, Verzweiflung, melancholischer Hoffnung, Resignation bis hin zu Wehmut und Trauer. Gerade das richtige für dunkle, lange Winterabende in Mitteleuropa! Wer Dunkelheit á la BLUTENGEL mit weniger Popappeal schätzt und den Waveeinschlag gerne hört, sollte unbedingt ein Öhrchen bei ANTIVOTE riskieren. Selten hörte man ein so ausgereiftes Debütalbum!

Anspieltipps: Der Opener „Vision One“, „So Far Away“, die wunderschönen an BLUTENGEL erinnernden „Herbstleid“/ „False Hope“ sowie „World Collapse“

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