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ANVIL OF DOOM / DEFACING / VISCERAL DAMAGE - Died before Dawn / The Beginning of Human Cruelty / The Feast of Flesh

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Artist ANVIL OF DOOM / DEFACING / VISCERAL DAMAGE
Title Died before Dawn / The Beginning of Human Cruelty / The Feast of Flesh
Homepage ANVIL OF DOOM / DEFACING / VISCERAL DAMAGE
Label XTREEM MUSIC
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Keine Split, sondern aktuelle Bestandsaufnahmen vom Label Xtreem Music aus Spanien: Drei Bands zeigen auf Demos, wo sie mit den Aufnahmen ihrer neuesten Scheiben gerade stehen. Da kommt keine noch so blumig geschriebene „In Studio Veritas“-Story gegen an. Also: Worauf kann man sich demnächst beim Plattenhändler des Vertrauens freuen?

Auf jeden Fall auf „Died before Dawn“, die erste Scheibe von ANVIL OF DOOM. Ob es betriebswirtschaftlich gesehen Sinn macht, für eine Platte zu werben, die erst im März nächsten Jahres erscheint, sei mal dahingestellt, aber man kann sich ja schon mal einen Vermerk im Kalender machen. Der Synthesizer steht hier so zentral, dass Mustis von DIMMU BORGIR vor Neugier Blut spucken dürfte, doch Pipimusik ist es deswegen noch lange nicht! 4 durchweg schnelle und abwechslungsreiche Tracks voller energiegeladener Riffs, tiefen Grunts, Gekreische und Elektronikzaubereien, doch auch mit atmosphärischen Passagen und sogar melodischem Gesang. Empfehlenswert.

Bedeutend gröber geht es bei VISCERAL DAMAGE zu, deren Titel „Masturbation Party“ oder „Cooking human Flesh“ heißen, was auf typischen Grindcore schließen lässt, sich aber als ein starker Bastard aus Grind und Death erweist. Ein erstaunlich transparenter Sound lässt sogar die Bassläufe durchscheinen und die Riffs sind bedeutend eingängiger als bei der Konkurrenz. Wenn Schlagzeuger Santi jetzt noch ein bis zwei Drumpatterns dazu lernt außer dem einen und einzigen, welches er auf diesem Demo zur Schau stellt, dann hat die Band das Potential, ein recht eingefahrenes Genre ordentlich aufzumischen.

Erinnert sich zum Schluss noch jemand an „El Gallinero“, einen der ersten Techno-Hits, auf dem viereinhalb Minutenlang ein Hahn gackerte? Den selben Sound gibt es nun auf allen Songs, die DEFACING auf ihrer Mini „The Beginning of Human Cruelty“ präsentieren. Die Rhythmusabteilung ballert wie zwanzig Flaks, die Gitarre feuert rasende Soli im Stile Trey Azagoths und irgendwo aus den Gräben grunzt der angeschossene Quasimodo, der sein Gebiss verloren zu haben scheint. Da drüber noch der gackernde Hahn und dann mal lustig Texteraten. Vielleicht ein wenig zu viel des Guten, vor allem weil die Stücke mit knapp drei Minuten Durchschnittsdauer meist doppelt so lange sind wie der gemeine Grindsong.

Wer wirklich alles haben will kann ja jetzt alle drei bestellen. Ansonsten lautet die Empfehlung: ANVIL OF DOOM besorgen und die Alben der anderen abwarten.

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