| Artist | APEX TEN |
| Title | Atom |
| Homepage | APEX TEN |
| Label | TONZONEN RECORDS |
| Leserbewertung |
APEX TEN sind in Belgien ansässig und bestehen aus Benoit Velez (Gitarre), Brad Masaya (Bass, Gitarre & Stimme) und Alexis Radelet (Drums). Auf dem Zettel hat der Dreier einen Mix aus Stoner-, Psych- und Space-Rock. „Atom“ ist das Debütalbum, das im Spätsommer 2024 innerhalb von zwei Tagen live aufgenommen und abgemischt wurde. Gesungen wird eigentlich so richtig gar nicht, stattdessen gibt es Wortfetzen und Instrumentales auf die Ohren.
Mit „Atom“ präsentiert die Band einen Erstling, der als konzeptionelle Reise ins Jenseits angelegt ist. Der Opener „Ruthless“ beschreibt den Moment der Seelenablösung, während das finale „Argon“ den Zyklus mit einer kosmischen Wiedergeburt schließt. Dazwischen sorgt „Rot“ mit Screams und repetitiven Tonfolgen härterer Gangart für eine düster-metallische Stimmung, wohingegen die Gitarrenmelodie und der knackige Rhythmus von „Mellow“ an die frühen SELIG erinnern, aber auch krautige Versatzstücke in den Sound einfließen. „Brainwasher“ zeigt sich besonders detailverliebt, lässt insbesondere die Langäxte von der Leine und entwickelt im Laufe der knapp sechs Minuten Spielzeit immer mehr Dynamik. „LFO“ sendet derweil fast genau so lange mehr ein nervenzerfetzendes Störfeuer als Musik – der Weg ins Jenseits scheint nicht einfach zu sein. Auf jeden Fall klingt „Argon“ im Anschluss an diese Form der Beschallung fast schon befreiend, wobei man nicht annehmen sollte, dass es sich beim Closer um leichte Kost handelt. Bis die Wiedergeburt geglückt ist, muss schon noch ordentlich gehämmert und gegniedelt werden.
Schwere Basslinien, treibende Drums und massive Gitarrenwände zeichnen den energiegeladenen Sound auf „Atom“ aus. Dieser Sound soll die Hörer:innen anregen, ihre eigene Reise anzutreten. So intensiv catchen mich die Belgier jetzt allerdings nicht. „LFO“ ist dafür einfach zu anstrengend und sorgt auch für einen unpassenden Break im Fluss der Musik.

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