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APOCALYPTICA - 7th Symphony

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Artist APOCALYPTICA
Title 7th Symphony
Homepage APOCALYPTICA
Label SONY MUSIC
Leserbewertung
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5.5/10 (6 Bewertungen)

Den finnischen Ausnahme-Musikern APOCALYPTICA dürfte es mit jedem Album schwerer fallen, das richtige Maß, die richtige Balance zu finden. So sind die Jungs mit ihren Cellos richtige Metaller, lieben aber natürlich ebenso die klassische Musik und unterliegen dazu auch einem gewissen Zwang, den kommerziellen Erfolgen der starken Rock-Hits „I don’t care“ (mit Adam Gontier) und „I’m not Jesus“ (mit Corey Taylor) weitere folgen zu lassen. Diesen Spagat in viele Richtungen hat man auch mit „7th Symphony“ gut, wenn auch nicht in der Klasse von „Worlds Collide“ hinbekommen.

So sind erstmal natürlich die potenziellen Club- und Radio-Hits anzuführen. Für diese eingängigen Ohrwürmer hat man sich für dieses Album mal wieder namhafte Gäste wie Brent Smith (SHINEDOWN), Lacey Mosley (FLYLEAF) und inbesondere den großartigen Gavin Rossdale (ex-BUSH) ins Studio geholt. Und damit ist die Ausrichtung auch gleich deutlich. Diese Stücke zielen klar in Richtung US-Markt, was ja an sich keine schlechte Sache ist. So rockt besonders „End of me“ (mit Gavin Rossdale) wie ein klassischer BUSH-Song nach vorne und auch die geradlinigen „Not Strong enough“ (Brent Smith) und „Broken Pieces“ (Lacey Mosley) folgen dem klassischen Konzept der Radio-Singles, bei dem die Cellos auch eher einfach als Gitarren-Ersatz ohne besonderen Sound-Einsatz zum Zuge kommen. Hat man mit diesen Tracks neue, frische und neugierige Hörer angelockt, zeigen die Finnen, was sie wirklich können! So rockt „Gates of Manala“ mit voller Wucht durch den APOCALYPTICA-Sound. Drückende Cello-„Riffings“, verspielte Metal-Melodien und düstere Sounds bestimmen hier das Bild. Eindrucksvoll! Mit „2010“ ballert man mit Hilfe von SLAYER-Drummer Dave Lombardo mal eben alles kurz und klein, wobei mit der folgenden Instrumental-Ballade „Beautiful“ kaum ein größeres, wenn auch wunderschönes Break folgen könnte! Das mit gelungenen Spannungsbögen ausgestattete „Rage of Poseidon“ und das mit einem imposanten Joe Duplantier (GOJIRA) veredelte, eigenwillige brutal-kantige Monsterwerk „Bring them to Light“ beschliessen ein weiteres starkes APOCALYPTICA-Album, welches wieder Mal beweist, dass man sich bei den Finnen nie zu sicher sein sollte, was ihren musikalischen Stil angeht.

So schien anfangs eine stärkere Kommerzialisierung stattgefunden zu haben, aber mit „7th Symphony“ beweisen die Finnen, dass sie ihren eigenen Kopf haben und genau wissen, wie sie vorgehen müssen, um die Charts, die Metal-Fans und die Freunde anspruchsvoller klassischer Sounds zufrieden zu stellen. Auch wenn das neue Werk ins Sachen Songwriting und Atmosphäre nicht ganz an „World Collide“ heranreicht, können APOCALYTPICA ihr Level ohne weiteres halten!

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